Zhang Yimou hat gegen die Ein-Kind-Politik verstoßen und muss nun Strafe zahlen | © CC Philip auf Flickr

Zhang Yimou: Geldstrafe wegen Kindersegen

Dass Kinder teuer sind, wussten wir ja längst. Aber in China können Kinder richtig teuer werden. Nämlich dann, wenn die Eltern gegen die Ein-Kind-Politik und somit die Geburtenplanung verstoßen und sich „wild vermehren“, salopp gesagt. Nun trifft es Regisseur Zhang Yimou. Er soll mehr als 900.000 Euro Strafe für seine „ungeplanten“ Kinder zahlen.

Grundsätzlich wird die Ein-Kind-Politik in China nicht mehr ganz so streng verfolgt wie früher. Die Provinzen sind da manchmal etwas lockerer und erlauben es z.B. Paaren, die selbst Einzelkinder waren, ein zweites Kind zu bekommen. Zudem gibt es einige Ausnahmen bei der Ein-Kind-Politik. Dazu zählen u.a. wenn man zunächst ein Mädchen bekommt oder das Erstgeborene ein körperliches oder geistiges Handicap hat. Auch Zugehörige chinesischer Minderheiten dürfen normalerweise zwei oder mehr Kinder haben, insbesondere in ländlichen Gebieten. Für Zwillinge oder allgemein Mehrlinge gibt es keine Regelung. Daher sollen viele Paare den Umweg der künstlichen Befruchtung gehen, um so „legal“ zu mehreren Kindern zu kommen.

Zhang Yimou muss Geldstrafe zahlen

In Großstädten und Metropolregionen wird allerdings etwas genauer hingeschaut, wenn es um die Anzahl der Kinder in einer Familie geht. Auch für Prominente gibt es offiziell keine Ausnahmen. Zwar mag der ein oder andere „Guanxi“, also Kontakte, haben, aber scheinbar steht es mit den Kontakten von Zhang Yimou nicht zum Besten. Denn er wurde nun zu einer Geldstrafe von 7,48 Millionen Yuan, also fast 930.000 Euro verdonnert. Im Dezember hatte er zugegeben, dass er Vater von zwei Söhnen und einer Tochter ist. Die Geldstrafe bei einem Verstoß gegen die Ein-Kind-Politik richtet sich nach dem Einkommen der Eltern, daher fällt die Strafe im Falle von Zhang Yimou wohl so hoch aus. Die Stadt Wuxi, Provinz Jiangsu, darf sich nun über einen kleinen Geldsegen freuen. Denn dort muss Zhang Yimou laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua die Strafe zahlen.

Zhang Yimou ist vor allem durch Filme wie „Rotes Kornfeld“, „Rote Laterne“ oder auch „Hero“ bekannt. Weitere Filme von ihm sind: „A Woman, a Gun and a Noodle Shop“, „House of Flying Daggers“, „Riding Alone for Thousands of Miles“ oder auch „Shanghai Serenade“ und „Happy Times“.

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