Peking ist die "gesündeste" Stadt Chinas | © CC Uday Phalgun auf Flickr

Peking ist die „gesündeste“ Stadt Chinas

Das ist doch einmal eine positive Überraschung für die von Smog geplagte chinesische Hauptstadt Peking. Sie soll die „gesündeste“ Stadt Chinas sein.

Normalerweise bestimmen die Themen Umweltverschmutzung und Smog-Alarm die chinesischen Nachrichten, wenn es um die Gesundheit der Pekinger geht. Doch nun bescheinigte der Wirtschaftsinformationsdienst den Bürgern, dass sie in Wirklichkeit in der „gesündesten“ Stadt Chinas leben. Das besagt zumindest ein aktueller Bericht. Wie kann das bloß sein?

Peking: Gesundheit ist bezahlbar

Des Rätsels Lösung: Die Untersuchung beinhaltete nicht nur den aktuellen Gesundheitsstatus der Bürger, sondern auch Gesundheitsbewusstsein, Finanzierung und Ressourcen. In letzten drei Punkten würde Peking sich in den Top 5 platzieren. So würden die Pekinger öfter regelmäßig zu Kontrollen zum Arzt gehen. Das Angebot an Leistungen ist vielfältiger. Und die Kosten wären geringer als in anderen Regionen Chinas. So würde der Pekinger im Schnitt nur 25 Prozent der Kosten selbst tragen. Der chinesische Durchschnitt läge bei 35 Prozent. In manchen Provinzen würden die Kosten sogar über 40 Prozent betragen.

Die Pekinger sind laut Nachrichtenagentur Xinhua allerdings alles andere als zufrieden. Kein Wunder. Es ist nicht unbedingt beruhigend zu wissen, dass man sich weniger verschulden muss, wenn man aufgrund der schlimmen Umweltverschmutzung im Stadtgebiet krank werden sollte. Unmut erzeugen allerdings offiziell vor allem die überfüllten öffentlichen Krankenhäuser, sodass die chinesische Regierung nun mehr private und ausländische Gesundheitsdienstleistungen zulassen will.

Und das ist recht profitabel. Inzwischen hat China Japan als zweitgrößter Markt für Gesundheitsdienste überholt. Im Vergleich zu anderen Städten ist die Bevölkerung in Peking relativ wohlhabend. Es gibt viele Gewinner der boomenden Wirtschaft, die private Gesundheitsleistungen auch bezahlen können. Hinzu kommen Expats und Touristen, die ebenfalls versorgt werden wollen. Es ist ein Geschäft, was hier vor allem vorangetrieben wird. Der Durchschnittschinese wird von privaten Krankenhäusern und ausländischen Behandlungen noch lange träumen können. Und beim nächsten Smog-Alarm in Peking wird es dann wieder ein Mundschutz tun müssen…


Bild: CC Uday Phalgun auf Flickr
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