Wrestling in Nordkorea | © CC yeowatzup auf Flickr

Nordkorea: Wrestling statt Propaganda-TV

Als Dennis Rodman mit seinem Basketballteam nach Nordkorea kam, war das erst der Anfang. Nun holte sich Kim Jong-Eun ausländische Profi-Wrestler ins Land…

„Es war unheimlich und anfangs beängstigend“, sagte Bob „The Beast“ Sapp der Nachrichtenagentur Associated Press. Der amerikanische Ex-NFL-Profi wurde zusammen mit 20 anderen Wrestlern nach Nordkorea geladen, um dort eine Ausstellung mit Kämpfen zu eröffnen. Sapp ist ein bekannter MMA-Kämpfer in Japan und stand für den japanischen Organisator der Veranstaltung ganz oben auf der Teilnehmerliste.

Nordkorea: Wrestling mit Imagepflege

Das Event dauerte zwei Tage und wurde mit einer Rede von Jong-Eun eröffnet, der „die Spiele“ mitorganisierte. Wenig verwunderlich war, dass die Rede vor allem mit Kritik an der militärischen Zusammenarbeit von Südkorea und den Vereinigten Staaten gespickt war.

Die Stimmung in der Halle soll allerdings etwas seltsam gewesen sein. Es hatte den Anschein, dass die 15.000 Nordkoreaner im Publikum nicht ganz so recht wussten, wie sie auf die Show der Wrestler reagieren sollten. Ist ja auch mal etwas ganz anderes als Propaganda-TV und heimliches Südfernsehen. Schlussendlich sei dann doch alles gut gelaufen, berichtet Sapp.

Da fragt man sich doch, wen sich Kim Jong-Eun als nächstes einlädt. Getreu dem Motto: Darf der Prophet nicht zum Berg, muss der Berg eben zum Propheten geschafft werden – oder so ähnlich… Geizig wird Kim Jong-Eun sicherlich nicht sein, wenn es darum, sich die sportliche Prestige-Abendunterhaltung nach Hause zu holen. Ich persönlich tippe ja darauf, dass als nächstes Tiger Woods zu einem Golf-Turnier in Nordkorea vorbeischaut…


Bild: © CC yeowatzup auf Flickr
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