In Asien geht es heiß her. Nordkorea beschimpft Donald Trumpf als Nazi, China erlaubt immer noch Hundefleisch und Japan tritt (mal wieder) tief ins Fettnäpfchen, wenn es um die Aufarbeitung von Kriegsverbrechen geht. Doch das war längst nicht alles, was in Asien so im Juni passiert ist. Hier eine kleine Zusammenstellung im Newsticker. 

Nordkorea

Nordkorea vs. Trump, Teil 1

Es ist unfassbar: Sogar Nordkorea sorgt sich mehr um die Umwelt als US-Präsident Donald Trump. Zu dessen Rückzug aus dem Klimaabkommen kommentiert Nordkorea: „Die globale Erwärmung ist eine der schwierigsten Herausforderungen, denen sich die Menschheit heute stellen muss.“ Und dann fiel noch etwas in Richtung, dass der liebe Donald ein Egoist sei und ein moralisches Vakuum darstelle. Damit kennen sich die Nordkoreaner ja aus…

Quelle: Telegraph

Nordkorea vs. Trump, Teil 2 & 3

Das hatte wohl wirklich niemand erwartet. Man weiß ja inzwischen, dass Nordkorea auch mit Besuchern nicht zimperlich umgeht, wenn sie sich nicht an die Regeln halten, aber es gab lange keinen so richtig großen Skandal um verhaftete Ausländer. Als der amerikanische Student Otto Warmbier wieder in seine Heimat kam, lebte er jedoch nur noch kurze Zeit. Offenbar hatte er in Nordkorea eine Gehirnverletzung erlitten und lag längere Zeit im Koma. Verständlich, dass (nicht nur) Trump ungehalten reagierte. Nordkorea beschimpfte Trump daraufhin als Psychopathen, weist alle Schuld von sich. Gastfreundschaft stellt man sich anders vor.

Quelle: Japan Today

Dann verglich Nordkorea Trump auch noch mit Hitler. Grund: Seine „America first“-Politik sei rassistisch. Das Trump-Bashing muss Nordkorea wohl noch lernen.

Quelle: Telegraph

Nordkorea plant Beach Resort

Ja, das war wohl der ungünstige Zeitpunkt überhaupt, um sich in Spanien Anregungen zu holen, wie man Nordkorea mittels Beach Resort zum Touristen-Hotspot machen kann. Dennoch fuhren einige nordkoreanische Offizielle u.a. nach Benidorm und fragten lokale Vertreter besonders intensiv über die Kosten aus. Vielleicht sollte man sich erst einmal anderen Themen widmen, bevor man Touristenschwärme zu sich ins Land holen will…

Quelle: Telegraph

Nordkorea und die Dürre

Etwas erstaunlich, dass das die Schlagzeilen macht, weil man annehmen würde, dass es zum „Normalzustand“ in Nordkorea gehört. Scheinbar nicht. In Nordkorea kämpft man derzeit gegen eine große Dürre. Nun müssen auch Schüler morgens ran zum Bewässern der Felder – von 5 bis 10 Uhr. Die Schule beginnt daher erst um 11 Uhr. Unmut soll dies unter den Schülern hervorrufen. Wen wundert’s? Geld für Raketentests scheint Nordkorea zu haben, aber nicht für Bewässerungsanlagen.

Quelle: Telegraph

Dennis Rodman back in Nordkorea

Ex-Basketball-Star Dennis Rodman machte wieder einmal eine Stippvisite in Nordkorea. Er sieht sich als Kulturvermittler. Und wisst ihr was: Sogar Trump hatte Rodman bereits einmal für seine Bemühungen um Nordkorea gelobt. Nur – vielleicht weiß Nordkorea das nicht – im Westen ist Rodman nicht unbedingt das beste Testimonial…

Quelle: The NY Times

Japan

Japan und die Sexsklavinnen, die es nie gab

Autsch. Autsch. Autsch. Da hat Japan eine Wunde aufgerissen, die sich seit dem zweiten Weltkrieg nicht schließen will. Wieder einmal gab es Kommentare von Seiten Offizieller, dass Japan koreanische Frauen nicht als Sexsklavinnen missbrauchte. Im 2. Weltkrieg hatte Japan Mädchen und Frauen aus Südkorea, China und anderen asiatischen Ländern als „Trostfrauen“ in japanische Kriegsbordelle verschleppt. Japan bestreitet dies bis heute. Mehr noch. Jetzt sagte ein japanischer Diplomat, die koreanischen Frauen seien Prostituierte gewesen. Das streut ordentlich Salz in die Wunde. In Südkorea gibt es regelmäßig Proteste und auch dieses Mal entfachten Japan Bestürzung, Wut und politische Dissonanzen. Kein Verständnis hierfür.

Quelle: Chosunilbu

Japan und der Rollstuhlfahrer

Offenbar sind japanische Airlines nicht alle für Rollstuhlfahrer gerüstet. In einem Vorfall beschrieb ein Mann, wie Vanilla Air ihn am Einsteigen hindern wollte, weil es keine Rampe für ihn gab. Nun musste der Herr aber irgendwie von der kleinen Insel Amami zurück nach Hause (Osaka). Nachdem seine Freunde ihn nicht tragen durften, krabbelte der Mann selbst die Treppe zum Flugzeug hoch. Japan Airlines (JAL), denen die Billig-Airlines gehört, entschuldigte sich nun. Unmut gab es trotzdem. Dem Rollstuhlfahrer wurde vorgeworfen, er würde nach Ärger suchen, weil es bereits einmal einen ähnlichen Vorfall gab. Wir wissen also jetzt: Am besten zuhause bleiben. Not!

Quelle: The NY Times

Japan und der Gin-Krieg

Nachdem selbst Nicht-Trinker wissen, wie großartig Japans Whiskys sind, will Japan nun auch in puncto Gin den Weg an die Weltspritze finden. Suntory, die gerade erst einen Londoner Gin-Macher übernahmen, gab bekannt, einen Gin mit besonders japanischem Geschmack kreieren zu wollen – mit Kirschblüte, Yuzu und Sansho. Na dann: Prost!

Quelle: Telegraph

Japan und die Pandas und der Pinguin

Der Tokyoter Zoo in Ueno hat Panda-Nachwuchs. Panda-Dame Shinshin bekam ein gesundes Mädchen und ganz Japan ist entzückt. Die Öffentlichkeit wird den Neuzugang jedoch erst in ca. sechs Monaten zu sehen bekommen.

Quelle: RP Online

Derweilen ist ein Pinguin in der Präfektur Saitama verliebt in einen Pappaufsteller einer Anime-Figur. Diese darf er nun auch vorerst behalten. Wie man weiß, sind Pinguine sehr leidenschaftliche Liebhaber.

Quelle: Sora News 24

Japan und der perverse Lehrer

In der Präfektur Kanagawa wurde ein 22-jähriger Lehrer verhaftet unter dem Verdacht, einem 7-jährigen Mädchen „Körperflüssigkeiten“ über den Körper geschüttet zu haben. Dies soll – nun kommt der Clou – seine sexuellen Gelüste befriedigt haben. Waaaah…

Quelle: Japan Today

Japan und die Pokémon-Heirat

Es gibt neue Heiratsformulare in Japan und die zeigen… na? Pokémon Pikachu. „Ich wähle dich!“ bekommt da doch gleich eine neue Bedeutung.

Quelle: Sora News 24

China, Hongkong & Taiwan

China und das Hundefleisch-Festival

Es ging das Gerücht, China würde sein Hundefleisch-Festival in Yulin verbieten. Nun. Es kam doch zu einem anderen „Kompromiss“. Hundefleisch gibt es trotzdem, allerdings nicht so prominent am Wegesrand kredenzt wie bisher. Den Hunden wird es egal sein, wenn sie bestialisch abgeschlachtet werden. Laut Aktivisten sollen bis zu Tausenden von Hunden brutal erschlagen oder sogar lebend gekocht werden. Bis zu 20 Millionen Hunde sollen es in China jährlich auf den Speiseplan schaffen. Nun wurde beim Hundefleisch-Festival nicht „Hundefleisch“ angepriesen, sondern „leckeres Fleisch“. Ein fauler Kompromiss.

Quelle: Japan Today

China und der Friedensnobelpreisträger

Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo wurde mit Leberkrebs im Endstadion auf „medizinische Bewährung“ gesetzt. D.h. er wird nun in einem Krankenhaus behandelt, dort aber weiterhin bewacht. Internationale Bemühungen, Liu Xiaobo für eine Behandlung ins Ausland zu bekommen, schlugen fehl. China möchte sich scheinbar nicht noch mehr Anschuldigen aussetzen, der Nobelpreisträger hätte im Gefängnis keine anständige medizinische Behandlung erhalten. Liu Xiaobo wurde 2009 zu elf Jahren Haft verurteilt, weil er als Aktivist demokratische Reformen forderte.

Quelle: Telegraph

China und die Frauenwagen

Eigentlich eine schöne Sache. In Japan gibt es ja bereits Bahnabteile, die – zumindest zu speziellen Zeiten – exklusiv Frauen zur Verfügung stehen. Dies soll Frauen insbesondere in der Rush Hour vor Belästigungen schützen. Nun führt Shenzhen ebenfalls Frauenwagen auf zwei U-Bahn-Linien ein. Allerdings sind es lediglich „Vorzugswagen“. Männer sind nicht verboten, werden jedoch aufgerufen, diese Wagen Frauen zu überlassen. Nur hält sich gerade in der Rush Hour niemand daran, weil es „unpraktisch“ ist. Den Frauen nützt sowas wenig.

Quelle: SCMP

China und die geliehenen Fahrräder

In China dreht sich alles um Fahrräder. Kein Wunder also, dass das Geschäft mit den geliehenen „City Bikes“ boomt. Das Problem: Wenn das Ausleihen nicht einmal 1 Euro kostet, fühlt sich niemand berufen, die Fahrräder auch zurückzugeben. Die Fahrräder landen so oft an Plätzen, an denen sie nicht sein sollten oder im Privatbesitz. Nun gibt es sogar „Bike Hunter“, die versuchen, verloren gegangene Fahrräder zurückzuholen. Nicht ganz so einfach…

Quelle: China Daily

Hongkong und die Bettwanzen

Wenn ihr euren nächsten Hongkong-Urlaub gebucht habt, solltet ihr etwas genauer auf schwarze Punkte achten. Denn die Sonderwirtschaftszone hat offenbar ein Problem mit Bettwanzen. Ein Experte sagt: „Die Stadt ist wie Disneyland für Bettwanzen“. Na dann: Gute Nacht…

Quelle: SCMP

Taiwan und der Lehrer, der seine Schülerin tritt

Bereits im Mai soll ein taiwanischer Lektor am National Taiwan College of Performing Arts eine Schülerin mit Fußtritten bombardiert haben, weil sie während des Unterrichts nicht aufpasste. Das ganze wurde gefilmt und wurde im Juni zum Skandal. Die Eltern zeigten den Drama Instructur an. Der entschuldigte sich inzwischen und sagte aus, das weinende Mädchen habe ihn verärgert. Die Schulbehörde ermittelt nun die richtige Strafe, da körperliche Strafen nicht mehr praktiziert werden. Da hätte man sich auch eine schnellere und aussagekräftigere Reaktion gewünscht.

Quelle: AsiaOne

Weitere News zu China:

Drought in Northern China is worst on Record
China is sick and tired of celebrity gossip, so it’s deleting Paparazzi social media accounts
Chinese school faces backlash for isolating its HIV-positive students
China prepares for manned moon landing
Explosion at China Kindergarten kills at least 8
Farewell to ‚Chinglish‘?

Südkorea

Korea leads World in Online Grocery Shopping
South Korea says Japan should be careful over reported remarks on ‚comfort women‘
South Korea’s Moon calls for official apology over ‚comfort women‘
IOS urged not ’no repeat mistake of 1936 Berlin Games‘ by allowing North Korea to co-host 2018 Winter Olympics

Indien

Indien und was Schwangere nicht tun sollten

Die indische Regierung hat ein neues Handbuch für werdende Mütter herausgeben mit sehr… speziellen Hinweisen. So sollen Schwangere nicht nur auf Tee und Kaffee verzichten, sondern auch auf Eier, Fleisch und lustvolle Gedanken. Stattdessen sollen sie sich lieber „schöne Bilder“ anschauen. Wisst ihr Bescheid!

Quelle: Telegraph

Indien und weibliche Soldaten

Die indische Armee will nun auch Frauen für den Kampfeinsatz erlauben. Hintergrund sind gewalttätige Proteste in Kaschmir, an denen auch zunehmend Mädchen und Frauen teilnehmen. Daher sollen Frauen jetzt nicht nur z.B. für medizinische Aufgaben zugelassen werden.

Quelle: Telegraph

Weitere Asien-News

Thailand und die Facebook-Strafe

In Thailand wurde ein 33-Jähriger zu einer Haftstrafe von 35 Jahren verurteilt, weil er auf Facebook die königliche Familie beleidigt hatte. Ursprünglich sollte er 70 Jahre bekommen, zeigte sich jedoch reumütig, daher wurde die Strafe halbiert. Der Verurteilte hofft nun auf eine mildere Strafe im Rahmen der Geburtstagsfeierlichkeiten des Königs im Juli. Nicht die erste harte Strafe wegen Majestätsbeleidigung in Thailand. Auch Ausländer müssen die Gesetzte beachten, also: Passt auf euch auf!

Quelle: Telegraph

Thailand und der Sex-Skandal

In einer entlegenen Provinz in Thailand sollen sich Beamte zu Festivitäten ganz besondere „Desserts“ bestellt haben. Junge Mädchen. Teenager. Eine Tradition, die sich in etwa „Essen auf den Teller legen“ übersetzt. Die Mädchen werden als Präsente überreicht, manchmal soll eine ganze Auswahl angeboten worden sein. Freiwilligkeit der Mädchen nicht inklusive. Jetzt ermitteln die Behörden.

Quelle: AsiaOne

Die Philippinen und der Nationalstolz

Ein neues Gesetz soll mehr Elan ins Singen der Nationalhymne bringen. Denn wer nicht genügend Inbrunst beim Singen zeigt, soll eine Geldstrafe bis zu 2.000 USD bekommen können. Auch Gefängnisstrafen sind bei Wiederholungstaten nicht ausgeschlossen. Jeder muss dann bei der Nationalhymne lauthals mitsingen. Nein, das ist nicht so wie bei uns, wo nicht einmal Nationalspieler den Liedtext nennen müssen…

Quelle: Telegraph
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