In Kyoto fand man das "Nest" der Schwarzen Witwe | © Angelo DeSantis via Flickr

Kyotoer Schwarze Witwe endlich gefasst!

Es soll Rentnerinnen geben, die sich mit Stricken und Lesen beschäftigen. Nicht so diese Japanerin. Ihr „Hobby“ war mörderisch…

Ehemann Nummer Vier wurde ihr zum Verhängnis. Die 67-jährige Chisako Kakehi wurde diese Woche in Kyoto verhaftet. Sie soll ihren Ehemann vergiftet haben. Und das soll nicht das erste Mal gewesen sein, dass einer ihrer Männer oder Liebhaber frühzeitig das Zeitliche segnete. Eine Milliarde Yen, also umgerechnet rund 6,8 Millionen Euro, soll sich die Witwe an Versicherungsgeldern und Erbschaftserlösen durch den Tod diverser Liebhaber und ihrer vier Ehemänner ergaunert haben. Das Geld soll auf zehn Konten unter verschiedenen Namen deponiert gewesen sein, berichtet die „Yomiuri“.

Schwarze Witwe suchte gezielt bei Heiratsagenturen nach ihren Opfern

Zwei Jahrzehnte soll die in japanischen Medien als „Schwarze Witwe“ betitelte Chisako Kakehi ihr Unwesen getrieben haben. Laut „Asahi Shimbun“ soll sie in der Zeit mindestens Kontakt zu zehn Männern gehabt haben – sechs davon seien inzwischen verschieden. Vor allem an der Westküste Japans sei die Verhaftete als Kontakt in Hochzeitsagenturen geführt worden sein. Sie habe gezielt nach Männern gesucht, die Land oder Eigentum, aber keine Kinder hatten. Er sollte „älter“ und „alleinlebend“ sein. Zudem sollen Kommentare gefallen sein, dass sie nach einem Mann suche, der „besser krank sei“.

„Ich wollte ein friedvolles Leben für meine alten Tage, ohne Geld zusammenkratzen zu müssen, und wollte mich stattdessen auf einen anständigen Mann verlassen können“, sagte Chisako Kakehi NTV. Das Geld, was sie geerbt habe, sei das „Minimum“ für die Männer gewesen, um ihre Ernsthaftigkeit auszudrücken. Nun wird die „Schwarze Witwe“ angeklagt – wegen Mord. Sie soll ihre Liebhaber und Ehemänner mit Cyanid (Blausäure) umgebracht haben. In ihrem Apartment in Kyoto fand man medizinische Bücher und Utensilien zum Verabreichen von Medikamenten. Im Müll wurde zudem Cyanid gefunden.

Trotz des wahren Geldsegens, den ihr ihre verschiedenen Männer bescherten, soll die Witwe vor ihrer letzten Hochzeit sogar Schulden gehabt haben. Schlechte Investments seien hierfür verantwortlich, heißt es. Chisako Kakeshi bestreitet bislang, dass sie in den Tod ihrer Liebhaber und Ex-Männer involviert war. Das muss nun ein Gericht klären.


Bild: © Angelo DeSantis via Flickr
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