Kyoto lässt Taxis parken gegen Kriminalität | © CC 2.0 Dom Crossley via Flickr

Kyoto: Mit parkenden Taxis gegen Kriminalität

Sie heißen die „Mitternachtsverteidiger“ und wahren Recht und Ordnung indem sie vor einem Kiosk parken. Kyoto fährt sehr erfolgreich eine neue Strategie gegen nächtliche Überfälle – und die besteht aus Nichtstun…

Es ist wahrlich keine revolutionäre Idee, aber sie scheint Resultate zu bringen. Seit September 2013 ermutigt die Kyoter Polizei Händler, die bis spät in die Nacht aufhaben, an einem Programm teilzunehmen, das bewaffnete Raubüberfälle inzwischen zu 48 Prozent gesenkt haben soll. Rund die Hälfte der Convenience-Store-Inhaber in Kyoto nehmen daran teil und stellen Taxifahrern Parkplätze für unbegrenztes Parken zur Verfügung. Der Sinn davon: Wer Taxifahrer vor dem Laden parken hat, ist nachts nicht allein, sondern hat stets einen „Beobachter“. Davon sollen Kriminelle abgeschreckt werden.

Während tagsüber Convenience Stores voll seien mit Studenten, Schülern und Arbeitern, die dort umsonst Mangas oder Zeitschriften läsen, befänden sich in der Zeit zwischen 22 bis 7 Uhr kaum Passanten in den Läden. Daher sei dies auch die Zeit, in der die meisten Überfälle passieren, berichtet Yahoo! Japan News. Denn in der restlichen Zeit gäbe es zu viele Zeugen. Daher laden Convenience Stores mit Zetteln wie „Wachsamkeit stärken“ Taxifahrer dazu ein, nachts unbegrenzt vor der Tür zu parken. Sicherlich würde man dadurch einige Parkplätze verlieren, doch das sei die gewonnene Sicherheit wert. Und wo Parkplätze rar sind, freuen sich auch die Taxifahrer, wenn sie einen Ort für ihre Pausen finden.


Bild: © CC 2.0 Dom Crossley via Flickr
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