Megumi Igarashi will mit ihrer Vagina-Kunst aufklären | © Megumi Igarashi auf Twitter

Japanische Polizei will Vagina-Kunst verhüten

Die japanische Künstlerin Megumi Igarashi hat ein Kajak nach ihrer eigenen Vagina entworfen. Das ist gegen das Gesetz, sagt die japanische Polizei. Nun gibt es neuen Ärger.

Japan ist nicht unbedingt bekannt dafür, dass seine Bewohner Fetischen und kreativem Sex abgeneigt sind. Im Gegenteil. Da verwundert es doch, doch es in Japan doch recht strikte Gesetze bezüglich „obszöner“ Abbildungen gibt. So dürfen u.a. Geschlechtsteile nicht originalgetreu abgebildet werden, sondern müssen z.B. mit einem Balken geschwärzt oder verpixelt sein.

Vagina-Kajak: Kunst oder einfach nur obszön?

Die Künstlerin Megumi Igarashi, die sich selbst als „Rokudenashi-ko“ (‚verkommenes Kind‘ oder ’nichtsnutziges Kind‘) bezeichnet, hat mit ihrem Vagina-Kajak genau dieses Tabu gebrochen. Sie hat ein Kajak entworfen, das originaltreu ihrer eigenen Vagina nachmodelliert ist. Bereits im Juli wurde sie dafür verhaftet, dass sie online Geld für die Umsetzung ihres neuesten Vagina-Kunst-Projektes sammelte. Nach einer Woche wurde sie jedoch wieder freigelassen. 17.000 Menschen unterstützen sie mit einer Petition.

Die Manga-Zeichnerin will mit ihrer Kunstreihe zum weiblichen Geschlechtsorgan aufrütteln und die Vagina in der japanischen Gesellschaft entmystifizieren. Dafür wurde sie nun erneut verhaftet. Laut Polizei soll sie das 3D-Modell ihres Geschlechtsteils, mit dem u.a. ein Vagina-Kajak entstand, als Scan auf CD-Rom verkauft haben. Mit einem 3D-Printer könne man ihr Geschlechtsteil so problemlos nachdrucken, heißt es.

Zwei Jahre Knast oder bis zu 17.000 Euro Geldstrafe könnte ihr die Vagina-Kunst bescheren. Dafür können die Japaner nun dank wachsamer Polizisten wieder ruhig schlafen.

Auf Twitter zeigte Megumi vor ihrer Verhaftung noch ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art: Vagina-chan. Die leuchtet sogar im Dunklen.


Bild: © Megumi Igarashi auf Twitter

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