In Tibet hat das erste Yak-Museum eröffnet | © CC momo via Flickr

Erstes Yak-Museum in Tibet eröffnet

Das „Dach der Welt“ hat eine neue Attraktion. In Tibet eröffnete nun das erste Yak-Museum der Welt.

Es ist das erste Museum seiner Art. Am Wochenende eröffnete in Tibets Hauptstadt Lhasa das „Yak-Museum“. Neben präparierten Yaks und Yak-Skeletten werden u.a. traditionelle Sattel, alte Malereien und Fossilien, Zelte aus Yak-Haar, sowie Boote und Rüstungen aus Yak-Leder ausgestellt. Ein bisschen gruselig wirken einige Schauräume jedoch schon, wenn man im Raum von lauter Yak-Schädeln umgeben ist.

Das Yak-Museum in Lhasa soll zur Erhaltung der tibetischen Kultur beitragen. Es ist ein Projekt der chinesischen Regierung, die damit über die Geschichte und Kultur Tibets informieren will. Das Yak ist integraler Bestandteil der tibetischen Kultur, dient als Nutztier ebenso wie als Symbol in Kunst und Alltag. Wilde Yaks sind in China gesetzlich geschützt, werden jedoch illegal immer noch geschossen und gelten als gefährdete Tierart.

Yaks kommen in Tibet als Reit- und Lasttiere zum Einsatz. Rund 50 Prozent des in Tibets verzehrten Fleisches ist Yak-Fleisch. Es ist reich an Eisen und Zink und ähnelt Rinderfleisch. Yak-Milch hat einen höheren Fettanteil als Kuhmilch und ist energiereicher. Yak-Leder wird u.a. für die Herstellung von Schuhsohlen, Gürteln und Satteln verwendet. Der Yak ist optimal an die schwierigen klimatischen Bedingungen in Tibet angepasst und hat somit allein schon als Nutztier einen hohen Wert. Die spirituelle Bedeutung von Yaks ist seit tausenden von Jahren auf dem „Dach der Welt“ verankert.

Man spricht auch von „Yak-Kultur“. Vielleicht auch ein Grund, warum sich die Pekinger Regierung dieses Symbol ausgesucht hat, um anhand der Yaks einen Blick auf traditionellen Gewohnheiten der Tibeter zu blicken. Seit 2010 liefen die Vorbereitungen für das Yak-Museum in Tibet. Dabei fielen Kosten von mehr als 13 Millionen Euro an. Im Mai startete eine Testphase; seit Mitte November 2014 ist das Yak-Museum nun auch für die breite Öffentlichkeit geöffnet.

Man soll hier das authentische Tibet erleben können. PR-Gag oder echte Sorge um Tibets Kultur? Was meint ihr?


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