Kritik

Shitsuren Chocolatier – Heartbroken Chocolatier (J-Drama)

Shitsuren Chocolatier – Heartbroken Chocolatier (J-Drama)

Sota ist seit Jahren schwer verliebt. Doch seine Angebetete hat ihn zurückgewiesen. Als er dann jedoch als erfolgreicher Chocolatier nach Japan zurückkehrt, treffen sich beide wieder. Sota ist immer noch hin und weg von der bildschönen Saeko, die inzwischen verheiratet ist. Aufgeben kommt für Sota jedoch nicht in Frage. Er ergibt sich Tagträumen. Doch dann kommt der Tag, an dem Sota eine Entscheidung fällt…

Kritik zum J-Dorama „Shitsuren Chocolatier“

Dieses japanisches Drama sorgt für einige Emotionen. Nicht unbedingt, weil es so gut ist. Die Charaktere sind eben etwas „speziell“ und bescheren vielen Zuschauern damit aufgewühlte Gemüter. Auf der einen Seite ist der ewig liebende Sota, der seit Jahren der wunderschönen Saeko hinterherschmachtet. Für sie ist er Chocolatier geworden. Doch Saeko ist verheiratet. Natürlich weiß Sota nichts davon, dass die Ehe von Saeko nicht unbedingt glücklich ist. Das Problem: ER sieht alles mit rosaroter Brille und geht eine Liebschaft ein, obwohl sein Herz für eine andere schlägt. Und SIE, die weniger Persönlichkeit als eine Kartoffel hat, ist plötzlich hin- und hergerissen, nachdem ER als erfolgreiche Partie wieder vor ihr steht. Man weiß einfach nicht, wer einen höheren Würgereiz verursacht — obwohl Matsumoto Jun als Shota sicherlich als Publikumsliebling riesige Pluspunkte einheimst. Eben weil es Matsumoto Jun („Hana Yori Dango“, „I love my younger sister“) ist.

Wirklich schade! Denn das J-Drama „Shitsuren Chocolatier“ hätte ein leidenschaftliches Drama über Schokolade werden können. Diese Passion des Protagonisten wird leider durch den ständig präsenten Nerv-Faktor völlig zerstört. Auch mit einer tragischen Romanze im Hintergrund hätte die Story zu einer süßen Liebesgeschichte werden können — wenn nicht gleiche beide Charaktere mit ihrem Pragmatismus alles niederwälzen würden. Viel interessanter sind da die Nebendarsteller, die einiges an Persönlichkeit zeigen. Wirklich schade: „Shitsuren Chocolatier“ bleibt (fast) bis zum Schluss nervig, platt und unfassbar oberflächlich. Und auch das Ende ist ziemlich verkorkst. Daumen runter — auch wenn ich normalerweise ein großer Fan von Matsumoto Jun bin… Die Rolle ist einfach besch…eiden…

Shitsuren Chocolatier (J-Drama)

Kenichi Imaizumi
Arms
Tokyo MX
13 Episoden + OVA
Neko Kuroha (Risa Taneda), Ryota Murakami (Ryota Ohsaka)

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@dragonviews

Redakteurin mit dem gewöhnlichsten Namen der Welt, daher auch viel mit Autorennamen unterwegs. Bloggerin, Asiennerd, Web-Samurai & Wort-Schubserin.

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