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Mut zur Freiheit: Meine Flucht aus Nordkorea

Mut zur Freiheit: Meine Flucht aus Nordkorea

Das Leben in Nordkorea ist eine Frage des Überlebens: Mit 13 Jahren flüchtet Yeonmi mit ihrer Mutter nach China. Nicht weil sie sich Demokratie oder Luxusgüter wünscht. Hunger, Krankheit und Angst treiben sie an. Doch mit der Flucht über die Grenze endet das Leid der Familie nicht. Yeonmi und ihre Mutter geraten in die Hände von Menschenhändlern. Als Teenager liegt es in den Händen von Yeonmi, ob und wie ihre Familie noch einmal in Sicherheit leben kann…

Review zu Yeonmi Parks „Mut zur Freiheit“

Wer Nordkorea kennenlernen will, muss sich intensiv informieren. Denn es gibt nicht einen einzigen Blickwinkel, der für die Wirklichkeit in Nordkorea steht. Und auch Yeonmi Parks „Mut zur Freiheit“ ist ein sehr individueller Erfahrungsbericht: aus der Sicht eines vergleichsweise privilegierten Teenagers. Zunächst hat ihre Familie eine gute Stellung, arbeitet fürs System. Als die Familie in Ungnade fällt, fuchst sich der Vater durch und beschert damit der Familie immerhin noch ein solides Einkommen in Zeiten der größten Hungersnot. Zwar müssen auch die Parks hungern, sich verstecken, um ihr Leben bangen. Doch Yeonmi erfährt zumindest, dass es noch eine Welt da draußen gibt. Sie hat Videospiele, kann Hollywoodfilme gucken, ist reflektierter als andere. Im Vergleich zu „Ich bat den Himmel um ein Leben“ und „Flucht aus Lager 14“ erfährt der Leser in „Mut zur Freiheit: Meine Flucht aus Nordkorea“ nicht nur von einem weiteren Lebensaspekt in Nordkorea, sondern vor allem von dem Leben NACH der Flucht. Und genau das ist, was in diesem Buch am meisten berührt: das Leben in China, das Leben in Südkorea – die Geschichte des Kampfes, der nie zu enden scheint. Erstaunlich, fesselnd, bewegend. Eine klare Leseempfehlung.

Nordkoreaner meines Alters und jünger nennt man manchmal die Generation jangmadang, weil wir mit Märkten aufwuchsen und uns nicht an die Zeiten erinnern konnten, als der Staat noch alle Bedürfnisse seiner Bewohner erfülle. Wir hatten nicht dieselbe blinde Treue zum Regime wie die Generation unserer Eltern. Doch obwohl die Marktwirtschaft und ausländische Medien unsere Abhängigkeit vom Staat verringerten, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass das Leben, das ich aus den ausländischen Filmen und Seifenopern kannte, für mich auch nur im Bereich des Möglichen sein könnte.

Infos zum Buch
Yeonmi Park – „Mut zur Freiheit: Meine Flucht aus Nordkorea“
Goldmann, 2016
Zitat: S.126
978 3 442 31418 8

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@dragonviews

Redakteurin mit dem gewöhnlichsten Namen der Welt, daher auch viel mit Autorennamen unterwegs. Bloggerin, Asiennerd, Web-Samurai & Wort-Schubserin.

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