Crying Fist

Tae-shik war einst ein gefeierter Profiboxer. Nun ist er ganz unten angekommen: Seine Frau hat ihn mit samt Kind verlassen, Kredithaie sind hinter ihm her und er selbst versucht ein paar Won zu verdienen, indem er sich Passanten einer Einkaufsstraße als lebender Sandsack anpreist. Der junge Sang-hwan hingegen hat sein Leben eigentlich noch vor sich. Doch der Kleinkriminelle geht zu weit und landet im Gefängnis. Dort lernt er, sich mit dem Boxen Respekt zu verschaffen. Beide bekommen noch einmal eine letzte Chance ihr Leben in den Griff zu bekommen: die Meisterschaften. Doch nur einer kann gewinnen.

Parallel erzählt Ryoo Seung-wan die Lebensgeschichten von zwei zunächst gänzlich unterschiedlich wirkenden Charakteren: Tae-shik, einst gefeierter Star und diszipliniert verliert mit ausbleibenden Siegen nicht nur seinen Beruf, sondern auch sein ganzes Leben. Er trinkt, macht Schulden – stets in der Illusion seiner früheren Erfolge. Sein späterer Gegner Sang-hwan konnte mit Disziplin, Ehre und Sport noch nie etwas anfangen. Erst durch Erniedrigungen lernt er den Wert von Familie und seinem eigenen Leben zu schätzen. Und so kämpfen sich der alternde Ex-Profi und der aufstrebende Raufbold bis hin zu den Meisterschaften und stehen einander schlussendlich gegenüber. Insbesondere Choi Min-sik (“Oldboy”) überzeugt in der Rolle des Tae-shik. Geschickt hält der den Balanceakt zwischen verzweifeltem Vater und ehrgeizigem Sportler. Leider ist Ryu Seong-beoms Figur Sang-hwan nicht ganz so überzeugend – was nicht an Ryus Können, sondern an der Rolle an sich liegt. Der aggressive und antriebslose Jugendliche wird zu schnell ohne große Einschnitte zum Geheimfavoriten und schafft es (wie auch immer) zu den Meisterschaften. Auf Fortschritte des jungen Talents, sein Training, wird kaum eingegangen. Fans harter Action seien gewarnt: Erst am Ende des Films erwartet sie ein ausgefeilter Boxkampf. Bis dahin konzentriert sich die Story vor allem auf die Hintergrundgeschichte der beiden Boxer. Insgesamt ist “Crying Fist” dennoch ein spannendes und emotionales Sportlerdrama – nicht nur für Boxfans!

Geeignet für: Softies mit harter Schale

Einschätzung: Einfühlsames Sportlerdrama mit Biss

[xrr rating=3.5/5.0]

© Quelle
Label: Splendid
Jahr: 2005
Länge: ca. 116 Min.

Infos zum Film
Titel: Crying Fist
Originaltitel: Jumeogi unda
Regie: Ryoo Seung-wan
Kategorie: Filmkritik / Korea
Genre: Action / Drama
Alter: ab ca. 16 Jahre

Darsteller
Tae-shik: Choi Min-sik
Sang-hwan: Ryu Seung-beom
Sang-hwans Coach: Byeon Hie-bong

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