Kim Ki-duk: Bin-jip - Leere Häuser

Bin-jip – Leere Häuser

Tae-suk streift durch die Stadt auf der Suche nach leeren Häusern. Dort sucht er ein kleines bisschen Alltag. Doch dann wird er von Model Sun-hwa auf „frischer Tat“ ertappt. Halb so wild. Denn Sun-hwa steckt in einer Lebenskrise. Ihr Mann schlägt sie und die Freundlichkeit des Fremden hinterlässt gleich Eindruck. Als Sun-hwas Mann auftaucht, flieht das neu formierte Duo und sucht gemeinsam nach leeren Häusern. Doch die gerade gewonnene Idylle hat bald ein Ende…

Filmkritik zu Kim Ki-duks „Bin-jip“

Einen Einbrecher im Haus zu haben, ist normalerweise für viele eine Horrorvorstellung. Doch der Protagonist in Kim Ki-duks Liebesdrama „Bin-jip — Leere Häuser“ ist ein ganz spezieller Hausgast: Er putzt, repariert kaputte Haushaltsgegenstände und macht gleich noch ein paar Selfies vor dem Familienportrait. Im Gegensatz zu anderen Filmen von Kim Ki-duk („The Coast Guard“, „Samaria“) geht es nur bedingt brutal zu. Und auch in puncto Erotik hat Kim Ki-duk ordentlich runtergeschraubt. Es geht um Emotionen, Atmosphäre und Symbolik — auch wenn Kim Ki-duk seine Darsteller stellenweise zum Golfschläger greifen lässt. Ganz ohne Gewalt geht es eben doch nicht…

„Bin-jip — Leere Häuser“ ist ein modernes Großstadtmärchen voller Poesie und Sehnsucht. Das Besondere dabei: Die Protagonisten sprechen so gut wie gar nicht. Dabei entsteht eine fast meditative Ruhe, die an die analoge Entwicklung eines Films erinnert. „Bin-jip“ ist ein Liebesdrama für verlorene Seelen und ewig Gläubige. Wunderschön und mit ganz eigenem Zauber.

Infos zum Film
Bin-jip – Leere Häuser / 빈집
Kim Ki-duk
Kim Ki-duk Film, Cineclick Asia, Pandora
2004, ca. 90 Min.
Darsteller: Lee Seung-yeon, Lee Hyun-kyoon, Kwon Hyuk-ho

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