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King of Baking (K-Drama)

Tak-Gu muss ohne Vater und versteckt in einem kleinen Dorf aufwachsen. Denn sein Vater Il-joong ist nicht nur der Besitzer eines erfolgreichen Backunternehmens, sondern auch verheiratet. Allein die Existenz des unehelichen Tak-Gus gefährdet die Erbfolge – und das kann Il-joons Ehefrau In-Suk nicht hinnehmen. Denn sie befürchtet, dass damit ihre Liaison mit Il-joons Freund und Berater Seung-Jae auffliegen könnte. Er ist auch der Vater ihres Sohnes Ma-Joon, der sein Leben lang um Anerkennung von seinem vermeintlichen Vater Il-joong buhlt. Als Tak-Gus Mutter beschließt, ihn zu seinem Vater zu bringen, eskaliert die Situation. Mutter und Sohn werden getrennt, Tak-Gu schlägt sich zwölf Jahre alleine durch – bis er in einer traditionellen Bäckerei landet, in der auch sein Halbbruder Ma-Joon arbeitet. Und der entfacht einen gefährlichen Konkurrenzkampf, der endlich zeigen soll, dass er der einzige legitime Nachfolger von Il-joong ist…

Kritik zum K-Drama „King of Baking“

Mit 30 Folgen ist „King of Baking“ schon ein etwas längeres K-Drama, bei dem man ordentlich an der Geschichte gefeilt hat. Es geht um Familie, Intrigen und natürlich die Liebe zum Brotbacken. Alle Szenen, in denen Teig geknetet, die Luftfeuchtigkeit gemessen oder kunstvoll kleine Meisterwerke geschaffen werden, machen einen richtig hungrig. Am liebsten würde man selbst gleich in die Küche stürmen und Brot backen – auch wenn das vielleicht keine so gute Idee wäre…

Die Liebe zu Brot entfacht „King of Baking“ auf jeden Fall. Bei den Intrigen hat man immerhin einen soliden Weg gewählt. Ein durch und durch unsympathisches Kind wächst zu einem ebenso unsympathischen Sohn einer intriganten Mutter heran und sorgt für jede Menge Ärger. Die Mutter hat zudem noch einen Liebhaber, der bereit ist, sogar über Leichen zu gehen. Soweit die Theorie. Wirklich „böse“ sind die Bösewichte allerdings nicht. Immer wieder sorgen die Macher der koreanischen Serie dafür, dass auch die Bösewichte in tragischen Momenten schwelgen und der Zuschauer erkennt: Sie wollen doch nur geliebt werden – wie traurig…

Die emotionale Keule holt „King of Baking“ allerdings vor allem raus, wenn es um Tak-Gu geht, gespielt von Yoon Shi-Yoon („Flower Boy Next Door“). Er durchleidet so ziemlich alles, was man sich Schlimmes vorstellen kann – und bewältigt alle Traumata in erstaunlich kurzen Zeit. Egal, ob der Verlust seiner Mutter, eine schwere Augenverletzung oder eine Explosion – Kim Tak-Gu ist vom Pech verfolgt, aber vom Glück beseelt. Dabei lässt er seinen Emotionen stets freien Lauf. Bis zum Schluss bleibt er Kind und wirkt irgendwie unbeholfen. Das könnte allerdings auch an der Besetzung liegen. Vielleicht war Yoon Shi-Yoon für die Rolle nicht die beste Wahl, denn er wird von seinem kleineren Kollegen, der die Rolle als junger Tak-Gu übernommen hat, an die Wand gespielt.

Auch Tak-Gus Jugendliebe ist nicht wirklich überzeugend. Eugene spielt eine politische engagierte Studentin, die schlussendlich ihre Ideale aufgibt, um Rache zu nehmen. Das „liebreizende Ding“ nimmt man der Ex-Sängerin von „Girl’s Generation“ eher ab, als die von Leid geplagte, verzweifelte Frau, die kaltblütig ihre Rachegelüste auslebt. Das Ende der Serie könnte kaum bezeichnender sein…

„King of Baking“ hatte dennoch in Korea großen Erfolg und hatte mit seiner Mischung aus emotionalem Chaos und intriganter Familiengeschichte zum Schluss Einschaltquoten von rund 50 Prozent. Die Koreaner lieben eben Geschichten, in denen es einer von ganz unten nach ganz oben schafft… Und dieses K-Drama hat auch durchaus seine Reize. Das „Backthema“ wurde wunderbar umgesetzt, auch der Haupthandlungsstrang ist spannend ausgearbeitet. Die Figuren sind allerdings nicht konsequent genug ausgearbeitet. Da hätte man mehr draus machen können…

Geeignet für: alle, die statt mit Taschentüchern bewaffnet, lieber einen kleinen Snack zum Drama mögen
Fazit: Emotionale Keulenschwingerei

Infos:
King of Baking / Bread, Love, Dreams
Jeppangwang Kim Tak Goo
Lee Jung-Sub
30 Episoden
2010
KBS2
K-Drama

Darsteller:
Kim Tak-Goo: Yoon Si-Yoon
Kim Tak-Goo (jung): Oh Jae-Moo
Gu Ma-Joon: Joo Won
Yang Mi-Soon: Lee Young-Ah
Shin Yu-Kyung: Eugene
Koo Il-Joong: Jeon Kwang-Leol
Seo In-Suk: Jeon In-Hwa
Han Seung-Jae: Jeong Seong-Mo

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