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Eine merkwürdige Familie ist das: Die Tochter verführt den Vater, der Sohn verprügelt die Mutter, die Mutter nimmt Drogen und der Vater lässt sich von Jugendlichen schikanieren – kaputter kann eine Familie kaum sein. Doch dann bringt der Vater einen Besucher mit nach Hause, der die marode Familienwelt auf den Kopf stellt. Vater und Mutter befreien sich von ihren Ängsten und plötzlich ist das Familienauto voller Leichen – eine Familie findet im Wahnsinn einen neuen „harmonischen“ Anfang…

Review zu „Visitor Q“

Wie die Eltern, so die Kinder. Vater und Sohn werden bis zum Äußersten getriezt und lassen ihren Frust anderswo raus: Der Vater schläft mit der Tochter, der Sohn misshandelt die Mutter. Die weiblichen Mitglieder der Familie prostituieren sich: Die Tochter, um gelangweilt Geld zu scheffeln, die Mutter, um Drogen kaufen zu können. Als dann ein äußerst souveräner Unbekannter einzieht, ist der totale Irrsinn nicht mehr aufzuhalten. Die Mutter schmeißt da schon einmal mit Messern um sich und produziert Muttermilch in unaufhaltsamen Massen. Der Vater killt ganz nebenbei eine Bekannte und schläft mit der Leiche. Doch das ist noch lange nicht das Ende…

In all dem versteckt sich ein bizarres Gesellschaftspanorama, das Miike mit „Visitor Q“ höchst unterhaltsam in Szene gesetzt hat. Trocken, irrwitzig skurril und gleichzeitig todernst – der Film überzeugt mit außergewöhnlichen Perspektiven und schwarzem Humor. Eine lohnenswerte Anschaffung.

Infos zum Film
Visitor Q
Takashi Miike
2001 / 84 Min.
r.e.m

Darsteller
Kiyoshi: Endo Kenichi
Keiko: Uchida Shungiku
Takuya: Muto Jun
Asako: Nakahara Shoko

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