Japanischer Film: Symbol

Eine Nonne fährt ihren mexikanischen Wrestler-Vater zu einem Wettkampf. Gleichzeitig ist ein Japaner gefangen in einem weißen Raum, in dem die Genitalien von Engeln als Knöpfe aus der Wand herausfahren. Wrestler und Gefangener blicken einem ungewissen Schicksal entgegen, das sie auf mysteriöse Weise verbindet…

Kritik zum japanischen Film „Symbol“

Regisseur Hitoshi Matsumoto ist eigentlich Comedian (Mat-chan), hat aber bereits vor „Symbol“ für einen Kultfilm gesorgt. In „Der große Japaner — Dai Nipponjin“ erzählt Matsumoto die Geschichte eines Mannes, der nach Stromschlägen 30 Meter hoch wächst und Japan vor den Angriffen von Monstern schützt. Auch „Symbol“ ist reichlich schräg. Die Handlung folgt einerseits einem mexikanischen Wrestler, dem „Schneckenmann“, und seiner leidenschaftlichen Familie. Dann wechselt die Story zu einem Mann in gepunktetem Pyjama, der in einem leeren Raum gefangen ist, der sich noch als Wunderkiste erweist.

Im japanischen Film „Symbol“ verschwimmen reale und surreale Momente. Es ist eine Mischung aus Comedy, Drama und Parodie. Dabei verweilt Matsumoto stellenweise zu lange in den einzelnen Szenen, die dadurch an Stimmung und Spannung verlieren. Die visuellen Effekte sind hingegen ganz nett und orientieren sich teilweise an Comic-Elementen. „Symbol“ hat auch eine philosophische Komponente, die allerdings erst viel zu spät und dann mit dem Holzhammer in Erscheinung tritt. „Dai Nipponjin“ war da wesentlich eindrucksvoller.

Dennoch: Freunden satirisch-schräger Filme könnte „Symbol“ durchaus gefallen. Kein Meisterwerk, aber ein ein passabler Sidekick.

Infos zum Film
Symbol しんぼる
Hitoshi Matsumoto
Shochiku, 2009
ca. 93 Min.
Darsteller: Hitoshi Matsumoto
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