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Rurouni Kenshin (Live-Action-Film)

Er ist der geheimnisvolle Mann mit der kreuzförmigen Narbe auf der Wange – der legendäre „Battousai“, ein ehemaliger Auftragskiller. Mit der neuen Ära hat er seine Klinge jedoch umgekehrt und sein altes Leben abgelegt. Nun ist er nur noch der „Wanderer“ Himura Kenshin. Versehentlich wird er von der hübschen Kaoru für einen Killer gehalten, der die Stadt gerade in Angst und Schrecken versetzt. Kenshin rettet Kaoru vor dem eigentlichen Halunken und enthüllt damit auch seine wahre Identität. Für Frieden und Gerechtigkeit soll er nun wieder zum Schwert greifen. Wird Kenshin seinen Schwur halten können, niemals wieder zu töten?

REVIEW / KRITIK

Das Gute zuerst: Man erblindet nicht, wenn man sich die Live-Action-Verfilmung von „Rurouni Kenshin“ (alias „Samurai X“) anguckt. Der Film ist aber – wie zu erwarten war – kein Vergleich zum Anime oder den OVAs. Die Story ist extrem verkürzt und auf die passende Länge zusammengewürfelt. Es wird kurz Kenshins Geschichte erzählt, wie er Kaoru und die anderen trifft, dann die Oniwabanshu-Kämpfe und der Kampf gegen Jine. Alles ein bisschen viel für einen Film – da hätte man sich ein Beispiel an „Shinobi“ neben sollen und sich auf einige Details konzentrieren sollen…

Auch was die Inszenierung und die Darsteller angeht, so hat die Verfilmung vom Manga „Basilisk“ der Verfilmung von „Rurouni Kenshin“ einiges voraus. Kämpfe, Kostüme und Darsteller wirken in „Shinobi“ insgesamt wesentlich „authentischer“, wenn man das im Manga/Anime-Bereich so sagen kann. Gleiches gilt für die Story. „Rurouni Kenshin“ (Live-Action-Film) ist dagegen eher ein TV-Film von mittelmäßiger Qualität. Die Hauptfiguren wirken immer irgendwie melancholisch – keine Spur von der Lebendigkeit, die im Anime immer wieder so präsent ist. Insbesondere Emi Takei (Kaoru) ist eine große Enttäuschung und Fehlbesetzung. Sie wirkt wie ein Kind, es fehlt ihr an Ausdrucksstärke und Farbe. Takeru Sato (Kenshin) spielt seine Rolle ganz ordentlich, passt aber prinzipiell auch nicht wirklich zur Rolle.

Flink ist der Kenshin, das muss man ihm lassen. Die Moves, die in den Actionszenen meist angedeutet werden (unstete Kamera verhindert oft den Blick auf Details), sind auch ganz nett. Allerdings gibt es auch immer wieder Momente, in denen man stutzt, weil sich da z.B. ein schweres, massives Riesenschwert plötzlich eine Sekunde lang biegt wie Gummi. Da war die Kamera wohl nicht schnell genug weg… Die Action in „Rurouni Kenshin“ ist halbgar, insbesondere der Kampf gegen die Oniwabanshu ist sehr enttäuschend. Egal ob Faustkampf (Sanosuke) oder Schwertkampf (Kenshin, Saito) – nichts überzeugt wirklich. Und wo ist Aoshi, der Anführer der Oniwabanshu? Aber auch Megumi, Sanosuke und Saito erkennt man kaum wieder. Die Besetzung ist bei keiner Figur gut gelungen. Lange Worte, kurzer Sinn: Für den Live-Action-Film von „Rurouni Kenshin“ sollte man kein Geld ausgeben…

Geeignet für: absolute Kenshin-Fans, die den Film „pro forma“ gucken wollen
Fazit: Höchst unspannend…

[xrr rating=1.5/5.0]

Infos:
Rurouni Kenshin
Rurouni Kenshin
Keishi Ohtomo
2012
134 Min.
Warner Bros.
Action / Martial Arts / Samurai

Darsteller:
Kenshin Himura: Takeru Sato
Kaoru Kamiya: Emi Takei
Sanosuke Sagara: Munetaka Aoki
Megumi Takani: Yu Aoi
Yahiko Myojin: Taketo Tanaka
Hajime Saito: Yosuke Eguchi
Udo Jine: Koji Kikkawa

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