Takeshi Kitano: "Kikujiros Sommer"

Kikujiros Sommer

Sommerferien mit Möchtegern-Gangster Kikujiro. So hatte sich der kleine Masao das nicht vorgestellt. Eigentlich wollte er sich heimlich aus dem Staub machen und seine verschollene Mutter finden. Dabei wird er von der Nachbarin erwischt, die ihm flugs ihren Taugenichts von einem Ehemann mit an die Hand gibt. Doch der hat nichts besseres zu tun, als den Jungen zunächst als Glücksbringer fürs Pferderennen zu missbrauchen. Als das Duo schließlich an seinem Ziel ankommt, werden sie von einer unbequemen Wahrheit erwartet, die den Taugenichts Kikujiro über sich hinauswachsen lässt…

Kritik zu Takeshi Kitanos „Kikujiros Sommer“

Ein kleiner Junge begibt sich mit einem Hobby-Yakuza auf die Suche nach seiner Mutter. Doch die Reise gestaltet sich als hindernisreich, was für beide zur Geduldsprobe wird. Keiner von beiden will den anderen eigentlich um sich haben, doch irgendwie müssen sie sich zusammenraufen. Das ungleiche Gespann erweist sich als echter Hingucker. Ungeschickt manövriert sich Komiker und Regisseur Takeshi Kitano („Zatoichi — Der blinde Samurai“, „Battle Royale“) durch seine aufkeimende Beziehung zu einem enttäuschten Kind und tut dies auf höchst amüsante Weise.

Dabei ist „Kikujiros Sommer“ mehr als nur Klamauk. Es geht hier um eine wirklich anrührende, zutiefst menschliche Geschichte, die auch ihre melancholischen und poetischen Seiten zeigt. Der japanische Humor ist insgesamt vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, kommt hier aber ohne große Worte aus und ist universell verständlich. Kitanos „Kikujiros Sommer“ ist ein MUSS für alle Japan-Fans und taugt gut als Einstieg ins japanische Kino.

Infos zum Film
Kikujiros Sommer 菊次郎の夏
Takeshi Kitano
1999, ca. 117 Min.
FSK 12
Darsteller: „Beat“ Takeshi Kitano, Yusuke Sekiguchi
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Der Film „Kikujiros Sommer“ hat übrigens auch einen wirklich zauberhaften Soundtrack. Am besten gleich einmal in das MP3-Album reinhören (siehe Kaufen-Link).
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