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Hara-kiri – Death of a Samurai

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Gezwungen zum Selbstmord. Als der mittellose Motome am Hof von Ii darum bittet, rituellen Selbstmord zu begehen, hofft er eigentlich auf ein paar Almosen. Doch die Angehörigen des Hauses Ii kennen diese Bettel-Masche bereits und wollen ein Exempel statuieren. Motome soll Selbstmord begehen – sofort. Motome stirbt auf grausame Weise, damit seine Familie wenigstens ein wenig Geld für Medikamente bekommt. Es kommt jedoch ganz anders und das Haus Ii muss für seine Greueltat Rechenschaft ablegen.

Enttäuschend. „Hara-kiri“ ist jeder Beziehung enttäuschend. Die Darsteller, insbesondere der junge Motome (Eita), hinterlassen zumeist keinen bleibenden Eindruck, sind fad, emotionslos und wirken teils wie Laienschauspieler. Der Film soll mit dem tragischen Schicksal einer ehemals stolzen Samuraifamilie überzeugen, doch dafür sind auch Charakterdarsteller und das richtige Setting notwendig. Die Szenerie ist auch ganz nett. Ebenso die Schwertkämpfe, die allerdings auf ein Minimum beschränkt sind. Die einzigen beiden Szenen, die wirklich das Potential haben, den Zuschauer zu schockieren und emotional zu erschüttern, vergibt Regisseur Takashi Miike leichtfertig. Die Darsteller können diese emotionale Stärke der herrenlosen Samurai (Ronin), den Stolz und die ganze Tragödie, die eigentlich dahintersteckt, einfach nicht rüberbringen. „Hara-kiri“ ist insgesamt sehr schlicht und ruhig gehalten – bei vielen japanischen Filmen eine Stärke, hier lediglich ein Quell der Langeweile. Ich sag’s noch einmal: enttäuschend – vor allem für einen Miike.

Geeignet für: alle, die das Gewöhnliche zum Kult-Stil erhoben haben
Fazit: Emotionsloses Samurai-Drama

[xrr rating=2.0/5.0]

Infos:
Ichimei
Hara-kiri – Death of a Samurai
Takashi Miike
2011
126 Min.
Recorded Picture Company, Sedic International, Amuse Soft Entertainment
Drama

Darsteller:
Hanshiro Tsukumo: Ebizo Ichikawa
Motome Chiziiwa: Eita
Miho: Hikari Mitsushima
Kageyu Saitou: Koji Yakusho

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