Japanischer Film: Battle Royale

Battle Royale

Japan versinkt im Chaos: 10 Millionen Menschen sind arbeitslos, 80.000 Jugendliche verweigern den Schulbesuch. Um sich den gebührenden Respekt der Jugendlichen wiederzuholen, wird ein Erziehungsgesetz beschlossen, das „BR-Gesetz“. In einem jährlich stattfindenden „Battle Royale“ sollen sich Schüler gegenseitig umbringen. Die Mitspieler entscheidet das Los. Und nur einer kann überleben…

REVIEW / KRITIK

Wer nun an „Die Tribute von Panem“ denkt, denkt in die richtige Richtung. Nur, dass „Battle Royale“ ein echter Kultklassiker der japanischen Filmgeschichte ist. „Battle Royale“ basiert auf dem gleichnamigen Roman und wurde von einem der bekanntesten Regisseure Japans inszeniert: Kinji Fukasaku, der u.a. auch „Battles Without Honour and Humanity“ und „Graveyard of Honor“ umsetzte. Als prominente Gesichter sind Takeshi Kitano („Zatoichi“, „Blood & Bones“, „Achilles and the Tortoise“) und Tatsuya Fujiwara („Incite Mill“, „Death Note“) mit dabei. Damals stand Tatsuya allerdings noch ganz am Anfang seiner Karriere – und hat meiner Meinung nach seitdem nicht viel an Talent dazugewonnen…

„Battle Royale“ beschwört einen Krieg zwischen Jugendlichen und Erwachsenen herauf. Im ersten Teil von „Battle Royale“ wird eine Schulklasse für drei Tage auf einer Insel ausgesetzt. Das erklärte Ziel: seine Mitschüler zu töten. Und die Idee ist ganz schön gruselig. Denn hier kämpfen immerhin Jugendliche, die ihr Leben noch vor sich haben und nun Krieg spielen müssen – zur Belustigung von Erwachsenen, die dies im Fernsehen verfolgen. Das ist sodann auch recht brutal und blutig – interne Konflikten werden hier nun bis aufs Blut ausgetragen. Der Großteil des Films besteht aus Actionsequenzen. Flucht, Jagd, aber auch Verzweiflung und Triumpf durchleben die Jugendlichen. Einige Szenen sind etwas monoton. Kein Wunder, schließlich handelt es sich überwiegend um junge Schauspieler mit wenig Erfahrung und entsprechend begrenztem darstellerischen Können. Als Ganzes ist „Battle Royale“ – nicht zuletzt aufgrund Takeshi Kitanos Darstellung des Klassenlehrers – ein Kultfilm, den man als Japanfan gesehen haben sollte. Die Fortsetzung kann man sich allerdings sparen…

Geeignet für: einsame Krieger und kleine Rebellen
Fazit: Kult-Action mit kleinen Schwächen

Infos:
Battle Royale
Batoru Rowaiaru
Kinji Fukasaku
Toei
2000
ca. 114 Min.

Darsteller:
Kitano: Takeshi Kitano
Shuya Nanahara: Tatsuya Fujiwara
Noriko Nakagawa: Aki Maeda

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