When Buddhists Attack von Jeffrey K. Mann

When Buddhists Attack: The Curious Relationship Between Zen and the Martial Arts

Wie kommt es, dass ausgerechnet der Kampfsport so eng verknüpft ist mit dem friedvollen Buddhismus? In seinem Buch „When Buddhists Attack“ erforscht Jeffrey K. Mann die Ursprünge dieser kuriosen Verbindung. Dazu gibt es eine kleine Einführung in den Buddhismus, aber auch in relevante Konzepte aus der Welt des Budo: Was ist Isshin? Fudoshin? Zanshin? Was hat die Samurai so an Zen fasziniert? Wie passt Kampfsport zusammen mit den Grundideen des Buddhismus? Wie sieht diese Verbindung heutzutage aus? All diesen Fragen widmet sich das Buch.

Kritik zu: Jeffrey K. Mann „When Buddhists Attack: The Curious Relationship Between Zen and the Martial Arts“

Der Weg des Kriegers wird in Filmen oft romantisch verklärt — insbesondere was die Verbindung der Kampfkünste mit der „übergeordneten“ Philosophie des Buddhismus angeht. In seinem Buch „When Buddhists Attack“ schaut Jeffrey K. Mann etwas genauer hin und analysiert, wie und warum es zu der nahezu magnetischen Anziehungskraft zwischen zwei oberflächlich so konträren Lebensweisen gekommen ist. Dazu gibt Mann zunächst eine kurze Einführung in den Buddhismus und Zen im Speziellen. Er erklärt wichtige Grundzüge des Kampfsports und gibt Beispiele aus verschiedenen Disziplinen wie Karate, Aikiko, Kyudo oder Kendo. Mann bezieht sich nicht nur auf historische Quellen und Entwicklungen, sondern wirft auch einen Blick auf die aktuelle Situation des Kampfsports.

Interessant dürfte dieses Buch vor allem für Kampfsportler sein, die sich etwas genauer mit der Historie des Budo, aber auch mit Begrifflichkeiten wie Zanshin oder Isshin auseinandersetzen möchten. Hier setzt Mann Konzepte in einen einheitlichen Kontext zusammen mit anderen traditionellen Künsten wie z.B. dem Chado (Weg des Tees). Spannende Hintergründe, interessante Fakten und Konzepte zum Nachdenken — das ist „When Buddhists Attack: The Curious Relationship Between Zen and the Martial Arts“. Das Buch eignet sich vor allem für diejenigen, die noch in den erste „Lehrjahren“ ihrer Disziplin stecken.

„When Buddhists Attack“ ist allerdings in erster Linie ein Buch über Budo, über Kampfkünste — nicht über Buddhismus an sich. Der Buddhismus wird hier nur von einer sehr eingeschränkten Seite her beleuchtet — es geht um die Verknüpfung zu Budo-Disziplinen, nicht um ein tieferes Verständnis vom Buddhismus und seinen vielen verschiedenen Strömungen. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man dieses Buch kauft.

Of course, the action need not be aggressive, emotional, or thoughtless. Rather, it is simply „to throw oneself wholly into the action“, whether one is serving tea or striking down one’s enemies.

Infos zum Buch
When Buddhists Attack: The Curious Relationship Between Zen and the Martial Arts
Jeffrey K. Mann
Tuttle, 2012
978-4-8053-1230-8
Auszug: S.147/148
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