The Goddess Chronicle - Natsuo Kirino

The Goddess Chronicle

Zwillinge, getrennt vom Schicksal. Die ältere Schwester Kamikuu ist zum Orakel des Lichts auserkoren, die jüngere Namima zur Priesterin der Dunkelheit. Doch damit kann sich Namima nicht abfinden und verfällt der Verlockung. In der Unterwelt wird sie zur Dienerin der Göttin Izanami.

REVIEW zu „The Goddess Chronicle“

„The Goddess Chronicle“ von Natsuo Kirino erzählt die japanische Schöpfungsgeschichte um die Götter Izanami und Izanaki anhand des Schicksals zweier Schwestern. Liebe, Hass, Rache – darauf läuft alles hinaus. Wie üblich entwirft Natsuo Kirino in diesem Buch sehr gekonnt einen eigenen, kleinen Kosmos, düster und mit Frauen, die auf eine besondere Position in der Gesellschaft festgelegt sind. Die Geschichte ist verstörend und birgt viel emotionales Potential: eine verbitterte Göttin, ein junges Mädchen, dem erst Hoffnung gegeben und dann alles genommen wird – das Setup ist grandios. Doch Natsuo Kirino experimentiert in „The Goddess Chronicle“ mit Perspektivwechseln und Erzählstil. Vieles wird einfach nacherzählt, was das Buch oft steif und unterentwickelt wirken lässt. Der Stil bleibt Ton in Ton, fast schon wie ein buddhistisches Sutra. Es fehlt die Leidenschaft, die man ansonsten in Natsuo Kirinos Büchern („Die Umarmung des Todes“, „Real World“, „Teufelskind“) findet. Eine tolle Geschichte, mittelprächtig erzählt. Eher etwas für Mythen-Liebhaber und Fans von Natsuo Kirino.

Shocked, I turned to them but they had their backs to me and were not even aware that I was there. Tears rolled slowly down my cheeks. I was crouching as I listened, and I watched the teardrops splash onto my bare feet, white from the dust of the sand, and form slender streaks as they slid towards the ground. At that moment, even though I did not understand, I knew I was impure.

The Goddess Chronicle

Natsuo Kirino
Canongate Books, 2012
978-1-84767-301-5
Auszug: S.18/19

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