Arimasa Osawa: Rache auf Chinesisch

Der Hai von Shinjuku: Rache auf Chinesisch

Oberkommissar Samejima hat gerade wieder einmal einen Dealer hochgenommen, als er zu einer Observierung einer illegalen Spielhölle abkommandiert wird. Das rege Interesse seiner Kollegen an diesem Fall macht ihn stutzig – schließlich gibt es wichtigere Fälle. Doch Samejima braucht nicht lange, um die Hintergründe aufzuspüren und trifft dabei auf den taiwanesischen Polizisten Gao, der eigenmächtig auf der Spur eines Profikillers nach Japan gekommen ist. Und plötzlich geht alles ganz schnell: Der Killer hat es auf Yakuza abgesehen und hinterlässt eine blutige Spur zahlreicher Opfer. Ein Bandenkrieg mit der taiwanesischen Mafia droht. Samejima und Gao ermitteln fieberhaft, um das Schlimmste zu verhindern.

Arimasa Osawa: Der Hai von Shinjuku – Rache auf Chinesisch

Zeigte Samejima, der Hai von Shinjuku, im ersten Teil der Krimireihe noch ordentlich Zähne und Eigenbrödlertum, so hat der berüchtigte Bulle in „Rache auf Chinesisch“ ein wenig den Biss verloren. Freundin Sho mutiert zum Schmusetier und Samejima selbst greift erst zum Ende des Buches richtig durch. Dennoch ist der zweite Teil von „Der Hai von Shinjuku“ ein sehr lesenswerter Krimi. Durchweg spannend erzählt und gespickt mit raffinierten Wendungen, fasziniert vor allem die Nebengeschichte der jungen Animierdame Nami, die sich an die Fersen des taiwanesischen Profikillers heftet und so seine Perspektive veranschaulicht. Blutig, brutal und skrupellos schlachtet dieser seine Opfer ab, aber auch die japanische Yakuza ist in dieser Hinsicht nicht unbedingt zimperlich. Im Gegensatz zum ersten Teil, liest sich „Rache auf Chinesisch“ wesentlich flüssiger – lediglich die zahlreichen Wortwiederholungen sind ein wenig auffällig.

Nami unterdrückte den aufsteigenden Brechreiz und sagte: «Wenn Sie seine Fragen beantworten, bleiben Sie am Leben. Wenn nicht, werden sie sterben.»
Yasui nickte so kräftig er konnte. Yang packte ihn an den Schultern und setzte ihn auf. Die grobe Behandlung ließ Yasui erneut stöhnen.
«Ich nehme ihm jetzt den Stein aus dem Mund. Wenn er schreit, bringe ich ihn sofort um», sagte Yang. Nami übersetzte mit zitternder Stimme. Yasui nickte. Yang zog ihm den Stein aus dem Mund. Als er dabei den abgebrochenen Zahn berührte, schloss Yasui die Augen. Gewaltsam unterdrückte er einen Schrei.

Geeignet für: Freunde actionreicher Krimigeschichten

Einschätzung: Profikiller mischt Yakuza auf

Infos zum Buch
Der Hai von Shinjuku 2: Rache auf Chinesisch
Arimasa Osawa
Cass, Hardcover, 2007
978 3 98090 223 6
Auszug: S.190

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