solang-ich-lebe-teaser

Solang ich lebe – Jab Tak Hai Jaan

Major Samar ist „der Mann, der nicht sterben kann“. Er ist beim Bombenentschärfungskommando des indischen Militärs und führt seinen Job immer ohne Schutzkleidung aus. Doch wieso ist er so furchtlos? Die junge Filmemacherin Akira kommt diesem Geheimnis durch Zufall auf die Spur. Und dieses führt sie zehn Jahre in Samars Vergangenheit. Damals lebte er in London, hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und verliebte sich unsterblich in eine Frau aus gutem Hause: Meera. Doch die Liebe nahm einen tragischen Verlauf. Bekommt Samar durch Akira doch noch eine Chance, zu lieben?

REVIEW / KRITIK

Langsam fällt es einem echt schwer, Shahrukh Khan abzunehmen, dass er erst 25 ist… Die Rolle von Samar erfordert dies jedoch. Einerseits spielt er den 35-jährigen Soldaten, in der Rückblende dann allerdings einen 25-Jährigen – beides passt nicht mehr ganz. Irgendwann ist ein Mann eben ein Mann und wirkt wie Ü40 und nicht mehr wie Ü20 oder Ü30. Insbesondere in Liebesszenen mit „jungen hübschen Dingern“ fällt der Altersunterschied dann doch recht stark auf. Auch, wenn es zurück in die Gegenwart geht, gibt es ein Problem: Shahrukh Khan „altert“, die anderen Darsteller nicht. Der Zahn der Zeit nagt eben an uns allen, ne? Dieses jugendliche Getue wirkt daher ein bisschen albern…

Zum Film: Altmeister Yash Chopra hat endlich wieder einmal einen Film gemacht und mit „Solang ich lebe“ ein solides Stück Bollywood erschaffen. Seine Intention war, einen Film zu schaffen, mit „traditioneller Seele und moderner Sprache“ – und das ist ihm auch gelungen. „Solang ich lebe“ („Jab Tak Hai Jaan“) kombiniert klassische Bollywood-Elemente mit einem jugendlichen, hippen Setting in London. Dies zeigt sich vor allem in den Tanzszenen, in denen Streetstyle und klassischer Tanz aufeinandertreffen.

Die Tanzszenen sind super, die Musik dagegen eher durchschnittlich. Auch die Darsteller sind nicht alle wirklich überzeugend. Neben Shahrukh Khan wirken Katrina Kaif und Anushka Sharma wie zwei austauschbare Püppchen. Fatal, wenn ganz große Gefühle im Spiel sein sollen. Denn die nimmt man beiden Schauspielerinnen nicht ab. Es fehlt ihnen einfach an Ausdrucksstärke – neben „King Khan“ allerdings kein Wunder.

Die Geschichte an sich hält alles parat, was ein guter Bollywoodstreifen benötigt: Liebe, Drama, Schicksal. Zwischendurch geht dann ein Bombenentschärfungskommando auf Mission zum Rafting – keine Ahnung warum, aber Lebensfreude kann man überall haben… oder so… Mal abgesehen davon, ist die Geschichte typisch auf Liebesschnulze getrimmt. Dazu etwas Nervenkitzel, zwei hübsche Damen und einen vom Schicksal Gepeinigten. „Solang ich lebe“ ist ein solider Schmachtfilm, der sich vor allem für Shahrukh-Khan-Fans lohnt. Sie bekommen in diesem Film eine Menge geboten – Shahrukh Khan in all seinen Facetten. Am besten gleich die „Special Edition“ holen. Darin findet man nicht nur unveröffentlichte Filmszenen und ein Gespräch mit Shahrukh Khan und Yash Chopra, sondern auch ein Poster fürs Heimschmachten. Toll!

Geeignet für: alle, die sich bereits in „Veer & Zaara“ verliebt haben
Fazit: „Solange ich lebe“ macht Shahrukh-Khan-Fans glücklich…

Infos:
Solang ich lebe
Jab Tak Hai Jaan
Yash Chopra
2012
176 Min.
Rapid Eye Movies
Drama / Liebesfilm

Darsteller:
Samar Anand: Shah Rukh Khan
Meera Thapar: Katrina Kaif
Akira Rai: Anushka Sharma
Anupam Kher
Rishi Kapoor

Kommentar verfassen