Yoga für Dummies

Yoga für Dummies

Ständig gestresst und verspannt? „Yoga für Dummies“ zeigt wie sich Stress reduzieren und die eigene Fitness verbessern lässt. Rücken und Knie können gezielt trainiert, Bauchmuskeln auf Vordermann gebracht werden. Bewusstes Atmen, Meditation und Haltungsübungen sind ebenfalls enthalten. Auch die Fragen, wie man einen passenden Yoga-Lehrer findet, was so ein Kurs kosten darf und wie man sich sein eigenes Programm zusammenstellt werden beantwortet.

Yoga ist immer noch von viele Klischees umgeben: Da muss man sich doch verknoten. Das machen nur Esoteriker. Das ist doch langweilig. Alles Mythen, mit denen „Yoga für Dummies“ aufräumt. Einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen bieten den idealen Einstieg für abwechslungsreiche Übungen, die selbst Anfänger gut verstehen und trainieren können. Die zahlreichen Fotos und Illustrationen veranschaulichen zudem das Erklärte. Die Kapitel sind klar thematisch gegliedert. So lösen Entspannungsübungen Verspannungen, Bauch- und Rückenmuskulatur werden gestärkt und die Durchblutung der Beine verbessert. Auch der Gleichgewichtssinn und Meditation können trainiert werden. Besonders schön ist, dass das Buch die Möglichkeit bietet sich ein Programm nach eigenen Vorlieben zusammenzustellen. Zudem sind ein Routine- und ein Quickie-Programm enthalten. Natürlich werden auch alle theoretischen Fragen rund um Yoga beantwortet. Also z.B. welche Formen es gibt, woher Yoga für Dummiesdas Wort Yoga stammt und wie man sich auf die erste Yoga-Stunde vorbereitet. Amüsante Comics und Icons zieren das Layout, das stellenweise zu gedrängt wirkt. Zu viele gefettete Texte irritieren die Orientierung – vielleicht wäre hier ein leicht eingefärbter Hintergrund die bessere Wahl gewesen. Auch die Schriftgröße ist recht klein und nicht unbedingt ideal. Schade ist auch, dass es zwar einen allgemeinen Index, aber kein gesundheitsorientiertes Register gibt, mit dem sich gezielt Übungen zur Vorbeugung oder Erleichterung gewisser Beschwerden (z.B. Kopfschmerzen) heraussuchen lassen, so wie es in anderen Publikationen üblich ist.

Betrachten Sie Ihre Atmung als Ihren besten Freund. An jedem Tag Ihres Lebens atmen Sie etwa 20.000 bis 30.000 Mal ein und aus. Wahrscheinlich sind Sie sich des Atmens gar nicht bewusst – es sei denn, Sie haben irgendwelche Bronchien- oder Lungenprobleme. Und wie bei einer engen Freundschaft ist es auch beim Atmen: Es ist so selbstverständlich und deshalb langweilig. Und in dieser Selbstverständlichkeit liegt die Gefahr. Um es ganz klar zu sagen: Das automatische Atmen ist nicht unbedingt ein Vorteil, denn automatisch bedeutet nicht optimal. Tatsächlich sind die Atemgewohnheiten der meisten Menschen ziemlich schlecht und alles andere als effektiv. Sie sammeln eine Menge verbrauchter Luft und ihren Lungen, die so unproduktiv wie eine langweilige Beziehung ist. Schlechtes Atmen verursacht und fördert bekanntermaßen Stress. Und umgekehrt führt Stress zu flachen und kurzen Atemzügen, was wiederum den Angstlevel anhebt.

Geeignet für: die erste Kurzinformation bis zu langfristigen Trainingseinheiten

Einschätzung: Nicht nur für Dummies

[xrr rating=3.5/5.0]

Autor/in: Dr. Georg FEUERSTEIN & Dr. Larry PAYNE

Quelle

* © (Zitate/Cover/Screenshots/Scans)
* Verlag: Wiley
* Ausgabe: Taschenbuch
* Jahr: 2005
* ISBN: 978 3 527 70238 1
* Auszug: S. 81

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