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Die verschwundene Dienerin – The Case of the Missing Servant (Vish Puri #1)

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Vish Puri ist ein renommierter Detektiv mit ausgeprägter Spürnase. Observierungen sind seine Spezialität und selbst die indische Oberschicht ruft ihn, wenn es brenzlig wird. Als die Dienerin eines erfolgreichen Anwalts plötzlich spurlos verschwindet, wird daher natürlich Vish Puri gerufen. Er soll beweisen, dass sein Auftraggeber kein Mörder ist. Während er sich nebenbei noch um einige andere Fälle kümmert, wird sein Team ausgeschickt, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen.

REVIEW / KRITIK

„Die verschwundene Dienerin“ („The Case of the Missing Servant“) ist der erste Fall des indischen Detektivs Vish Puri. Er ist ein erfahrener Ermittler und entsprechend abgeklärt. Nichts kann ihn mehr schocken. Er verlässt sich auf seine Erfahrung lieber als auf moderne Technik, trägt ein paar Pfunde zu viel mit sich herum und hat so einige Erzfeinde, die danach trachten, ihm irgendwann den Göttern so nah wie möglich zu bringen. Um sich herum hat Vish Puri ein kleines Team voller Spezialisten versammelt (z.B. „Gesichtscreme“), die ihn bei Observierungen und Nachforschungen unterstützen.

Ebenfalls irgendwie mit im Team: seine verwitwete Mutter, die eine höchst ambitionierte Ermittlerin abgibt und – zumindest was mich betrifft – der Star in diesem Krimi ist. Denn Vish Puri selbst präsentiert sich in „Die verschwundene Dienerin“ sehr lässig und etwas farblos. Ein Hercule Poirot ist er leider definitiv nicht. Der würde lediglich einige Gespräche und Beobachtungen benötigen, um einen Fall zu lösen. Vish Puri macht dagegen klassische Detektivarbeit und führt mit Töchtern, Ehefrau und Dienern ein recht gediegenes Leben. Indienfans werden sich zumindest über die indische Ausdrucksweise und kulturelle Referenzen freuen. Schade nur, dass Vish Puris Mutter ihm die Show stiehlt, weil sie ein stärkeres Profil als der eigentliche Held hat. Für den Anfang einer Krimireihe ist „Die verschwundene Dienerin“ aber dennoch ganz gut.

„Chubby, you must listen, na. It’s most important. One servant boy…“
„Sorry Mummy-ji but I won’t listen,“ interrupted the detective. „I told you before, you’re not to do investigation. It’s not Mummy’s role, actually. You’ll only make things more complicated. Now please, I respectfully request you not to go sticking your nose where it doesn’t belong.“
„But Chubby, I…“
„No, Mummy-ji, that is final, no discussion. Now, I’m going to wash and take rest.“

Geeignet für: Fans indischer Krimis

Einschätzung: Gemütlich, aber unterhaltsam

[xrr rating=2.5/5]

© Quelle
Die verschwundene Dienerin
The Case of the Missing Servant
Tarquin Hall
Arrow Books, Taschenbuch
978-0-0995-2523-3
Auszug: S.86

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