Film: Monga - Gangs of Taipeh

Monga – Gangs of Taipeh

Vertrauen und Bruderschaft — das ist es, was im Taiwan der 80er Jahre wirklich zählt. Das finden zumindest fünf Freunde, die sich zur „Prinzenbande“ zusammengetan haben. Im Taipeher Viertel Monga liefert sich die Jugendgang tagtäglich mit der Konkurrenz kleine Gefechte. Harmlos. Abenteuerlich. Ein großer Spaß. Doch dann wird es ernst und die Jungs verlieren mehr als nur ihre Unschuld…

Filmkritik zu „Monga — Gangs of Taipeh“

Eine wirklich sehenswerte Mischung aus emotionaler Unbedarftheit und ehrenhafter Härte zeigt Regisseur Doze Niu in seinem „Monga — Gangs of Taipeh“. Taiwan in den 80ern ist genauso wie man es sich vorstellt: ein bisschen naiv, ein bisschen machohaft, ein bisschen chaotisch. Fünf Freunde versuchen sich im wahrsten Sinne des Wortes durchzuschlagen. Die Eltern haben es vorgemacht; die Viertel sind klar unter rivalisierenden Gangs aufgeteilt. Das ist alles normal und erscheint fast ein bisschen wie heile Welt. Doch es bleibt nicht beim Partymachen, Abzocken und Rumprügeln. Irgendwann kommt die Phase des Erwachsenwerdens. Und in diesem Moment müssen auch die fünf Freunde begreifen, dass ihre Welt brutaler und realer ist, als sie es sich vorgemacht haben.

„Monga — Gangs of Taipeh“ ist ein romantisch anmutender Gangster- und Coming-of-Age-Film, der genauso cool wie stellenweise kitschig ist. Es gibt jede Menge faustreicher Action, die Charaktere sind höchst sympathisch und natürlich darf auch eine Liebesschnulze in solch einem Film nicht fehlen. Für alle, die die alten Wong-Kar-Wai-Filme („As Tears Go By“) vermissen.

Infos zum Film
Monga – Gangs of Taipeh / 艋舺
Doze Niu
Rapid Eye Movies, 2010
ca. 141 Min.
Darsteller: Ethan Juan, Mark Chao

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