Chinese - Jerry Norman

Chinese - Jerry Norman

„Chinese“ bietet eine umfassende Einführung in die chinesische Sprache von ihren Anfängen bis zur modernen Variante. Ausführlich wird auf die Entwicklung von Tönen und Schriftsprache eingegangen und u.a. Alt- und Mittelchinesisch in ihren Grundsätzen erläutert. Norman geht zudem auf die offizielle Sprachpolitik der chinesischen Regierung und Sprachreformen ein und bespricht spezifisch einzelne Dialekte und Dialekt-Familien.

Für eine allgemeine Einführung in die chinesische Sprache ist Jerry Normans „Chinese“ zu detailliert und verwendet zu viel Fachvokabular. Wer jedoch entweder ein sprachwissenschaftliches Wörterbuch oder einen Grundwortschatz linguistischer Begriffe sein Eigen nennt, wird dieses Buch sicherlich mit großem Interesse und Verständnis verfolgen. Norman analysiert das Chinesische sprachwissenschaftlich und bezieht sich dabei insbesondere auf Phonologie, Morphologie und Syntax. Daher ist zumindest eine Grundkenntnis des Chinesischen sehr wünschenswert, wenn man wirklich von den Darstellungen Normans profitieren will. Zudem sollte der Leser firm im Englischen sein, da es sich hier um eine wissenschaftliche Analyse handelt, die ein komplexes Wortverständnis verlangt. All dies vorausgesetzt, ist dieses Buch eine sehr interessante Einführung, die sich sowohl der synchronen als auch diachronen Entwicklung der chinesischen Sprache widmet und auch speziell auf die Unterschiede zahlreicher Dialektgruppen eingeht.

The reconstruction of Old Chinese, unlike that of Middle Chinese which is essentially the phonological interpretation of a single source, is based on several different bodies of date. Historically, the study of Old Chinese phonology began about 400 years ago with the work of the Fukienese scholar Chén Di (1541-1617). Prior to Chén’s time, the Chinese lacked any notion of historical change in language; when they encountered discrepancies in the rhymes of verse from different historical eras, they attributed it to the rhyming laxity of ancient poets, or to put it in another way, they attributed changes in rhyming practice to a gradual development of more strict prosodic standards, rather than to a change in the language itself. It was Chén Di’s great accomplishment to see that these discrepancies were due to phonological change, and not to a sort of loose attitude concerning rhyme on the part of ancient versifiers.

Geeignet für: Sprachwissenschaftlich Interessierte mit Grundkenntnissen

Einschätzung: Komplex und fachspezifisch -nur für angehende Spezialisten

[xrr rating=3.5/5]

© Quelle
Verlag: Cambridge UP
Ausgabe: Taschenbuch
Jahr: 2004
ISBN: 0 521 29653 6
Auszug: S. 42

Infos zum Buch
Titel: Chinese
Autor/in: Jerry Norman
Genre: Sachbuch
Thema: Chinesisch / Sprachwissenschaft / Linguistik / Sprache
Kategorie: Buchkritik / China

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