Katoy - Thailändische Ladyboys | © Stéphane Bidouze / Fotolia

Thailändische Ladyboys – Katoy

Männliche Transvestiten, Transsexuelle und teils Homosexuelle bezeichnet man in Thailand als “Katoys” (auch: Kathoey, Ladyman oder Ladyboy). Katoys erklären oft, dass sie im falschen Körper geboren wurden und wünschen sich daher auch eine körperliche Angleichung an ihr gefühltes Geschlecht. Häufig von thailändischen Frauen kaum zu unterscheiden, arbeiten viele Katoys als Tänzerinnen oder prostituieren sich in den Szenevierteln der Großstädte, da sie anderswo schlechte Jobchancen haben.

Insgesamt sind Katoys in Thailand jedoch akzeptierter als Transsexuelle im Westen. Dennoch sind Katoys rechtlich nicht anerkannt, haben also keine Möglichkeit, das vermerkte Geschlecht in ihrem Ausweis ändern zu lassen. Zudem müssen auch sie mit Ausgrenzung und Schubladendenken zurechtkommen. Auch ist die Selbstmordrate unter Katoys höher, als beim Rest der Bevölkerung.

Es gibt jedoch immer wieder Katoys, die alle Klischees durchbrechen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist wohl Parinaya Charoemphol, die vor ihrer Geschlechtsanpassung ein gefeierter Thai-Box-Meister war. Noch während ihrer aktiven Sportlerzeit hatte sie mit den Vorbereitungen zur Anpassung begonnen. 2003 wurde ihre Lebensgeschichte in dem Film “Beautiful Boxer” verfilmt. Ein weiterer Film, der auf Emanzipationsbemühungen von Katoys beruht (“Satreelex -The Iron Ladies”), erzählt die Geschichte einer Kathoy-Volleyballmannschaft, die bei den thailändischen Meisterschaften in den 90ern angetreten war.


Bild: © Stéphane Bidouze / Fotolia

0
HerzenHerzen
0
HahaHaha
0
Große LiebeGroße Liebe
0
WowWow
0
YayYay
0
TraurigTraurig
0
MähMäh
0
WütendWütend
Danke fürs Wählen!

Kommentar verfassen