Street Fighter - The Legend of Chun-Li

Street Fighter – The Legend of Chun-Li

Als Kind führt Chun-Li ein nahezu perfektes Leben. Ihr Vater ist erfolgreich, reich und liebt sie abgöttisch. Er ist es auch, der ihr die chinesische Kampfkunst Wu-Shu lehrt. Doch eines Tages wird Chun-Lis Leben durch den skrupellosen Gangster Bison jäh zerstört. Jahre später erfährt Chun-Li, dass sich Bison in Thailand aufhalten soll und will den Tod ihres Vaters rächen. Der lebt allerdings noch und muss für Bison seine unlauteren Geschäfte organisieren. Auch die beiden Cops Charlie und Maya sind Bison auf der Spur und treffen dabei eine junge, hübsche Frau, die sich ganz offen gegen Bison stellt: Chun-Li. Doch hat Chun-Li die Stärke, um allein gegen Bison und sein Syndikat zu kämpfen?

*Seufz* – „Street Fighter – The Legend of Chun-Li“ ist das perfekte Beispiel dafür, warum manche Realverfilmungen einfach nicht funktionieren und warum manche Serienschauspieler eben doch bei ihren kleinen TV-Serien bleiben sollten, anstatt sich auf der großen Kinoleinwand zu blamieren. Kristin Kreuk ist als Chun-Li ebenso überzeugend wie Bambi als Laura Croft – nämlich gar nicht. Große, dramatische Kulleraugen bringen vielleicht einen jungen Superman um den Verstand, können jedoch einen extremen Mangel an kämpferischen Fähigkeiten (Barbabella lässt grüßen) nicht wettmachen. Martial Arts für Arme kommt dabei heraus. Selbst schnelle Schnitte und düstere Szenen können das nicht verbergen. Die Geschichte ist einigermaßen an das Videospiel angelehnt, kickt jedoch genauso wenig, wie die Protagonistin oder der Soundtrack. Hinzu kommt, das Chun-Li als „Muttersprachlerin“ äußerst schlecht ihre eigene Sprache spricht. Kristin Kreuk ist eine klassische Fehlbesetzung und ein echtes Desaster. Aber damit ist sie in dieser Filmadaption in guter Gesellschaft. Lediglich Neal McDonough als Bison ist ein einigermaßen überzeugendes Ekel. Warum in dem Film plötzlich ein hormongesteuerter Cop und eine sexy Kollegin auftauchen müssen, bleibt auch nach mehrtägigem Rätselraten unverständlich. Als wäre der Film nicht schon schlecht genug, musste Andrzej Bartkowiak anscheinend auch den letzten Funken Sinn aus der Story herausprügeln. Falsch, eine ordentliche Keilerei wäre ja schon mal was gewesen, aber muskelbepackte Pseudoböse, sexy Kampflesben und eine böse schnaufende Bambikopie reichen nicht aus, um ein Kultspiel zu einem Kultfilm zu machen. Und Jungs, seid doch mal ehrlich: Wäre Kristin Kreuk das weibliche Ebenbild von Jean-Claude van Damme (*schüttel*), würdet ihr diesen Film nicht einmal mit der Kneifzange anfassen.

Geeignet für: Alle, die viel zu lange nur Kontakt mit Computer-Babes hatten…

Einschätzung: C-Movie mit Martial Arts für Arme

[xrr rating=1.5/5]

Regie: Andrzej BARTKOWIAK

© Quelle
Label: Universum Film
Jahr: 2009
Länge: ca. 94 Minuten

Infos zum Film
Titel: Street Fighter – The Legend of Chun-Li
Regie: Andrzej Bartkowiak
Originaltitel: Street Fighter: The Legend of Chun-Li
Kategorie: Filmkritik / Thailand / Hongkong
Genre: Action / Martial Arts / Realverfilmung
Alter: ab ca. 16 Jahre

Sprecher
Chun-Li: Kristin Kreuk
Charlie Nash: Chris Klein
Bison: Neal McDonough
Gen: Robin Shou
Balrog: Michael Clarke Duncan
Maya Sunee: Moon Bloodgood

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