Rush Hour in Asien - muss man nicht lieben | © CC Stefan Lins via Flickr

Rush Hour in Asien: Der blanke Wahnsinn

Die Rush Hour hat wohl schon fast jeden von uns gepeinigt. Doch wenn man einmal in Asien war, weiß man, dass die Rush Hour auch richtig schmerzhaft sein kann. Während ein ausgeklügeltes System Seoul meist vor dem Schlimmsten bewahrt, müssen in Tokyo professionelle „Drücker“ dafür sorgen, dass die Zugtüren sich schließen können. In Indien sitzt man auch schon einmal AUF dem Bus statt drinnen. Und in Vietnam steckt man im Motorrad-Stau. Hier einige Einblicke in die Rush Hour in Asien und einige Tipps, wie man daraus lernen kann…

Rush Hour in Japan

In Japan wünscht man sich wirklich nicht in der Rush Hour stecken zu bleiben. An manchen Stationen gibt es zur Rush Hour sogar professionelle „Drücker“, die die letzten Passagiere noch in die Züge hineindrücken, damit sich die Türen überhaupt schließen. Wenn man jedoch einmal in Tokyo mit der U-Bahn gefahren ist, lernt man den besten Trick überhaupt, IMMER noch in die Bahn zu kommen: rückwärts einsteigen und einfach schieben. Klappt 100%ig immer!

Rush Hour in Indien

In Indien muss man schnell sein, um einen Platz im Zug zu erhaschen. Und wenn der Zug voll ist, dann gibt es immer noch irgendwo Platz für ein paar Passagiere. Immer wieder sieht man Züge, aus denen Menschen hängen oder oben drauf sitzen. Das ist nicht nur zur Rush Hour in Indien so, sondern kommt ganz auf die Strecke und Saison an. Besonders trifft es die Pendler, die jeden Morgen in die Stadt hineinfahren müssen, z.B. nach Mumbai oder Kolkata. Man muss schon Ellenbogen haben, um gut durch die indische Rush Hour zu kommen. Und es wundert einen nicht, wenn da der ein oder andere Unfall passiert. Aber seht selbst…

Rush Hour in Thailand

In Thailand sind die Menschen zur Rush Hour entspannter als in Indien. Das heißt jedoch nicht, dass es auf der Straße weniger Unfälle gibt. Gerade die kleinen Moped und Motorräder huschen flink im Stau durch die Autos durch – auch als Taxi. Doch der Schutz ist minimal; ein Unfall kann fatal sein. In Thailand kann man aber nur zu Land reisen. Wasser-Taxis gehören ebenso zum Verkehrsalltag wie Busse oder U-Bahn.

Rush Hour in China, Taiwan und Hongkong

Auch in China, Taiwan und Hongkong fordert die Rush Hour einem alles ab. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied. In Taiwan und Hongkong stellt man sich in der Regel bei Bus und U-Bahn an, in China gibt es meist ein heilloses Chaos. Wer gut beim Wrestling ist, hat da definitiv einen Vorteil. 😉 Wer im Bus nicht rechtzeitig den Weg zum Ausgang findet, brüllt am besten „Xia Che“ (Aussteigen), manchmal hat der Busfahrer da ein Erbarmen und wartet…

Rush Hour in Vietnam

Motorräder und Mopeds überall – verrückt!

Rush Hour in Südkorea

In Südkorea ist die Rush Hour zwar auch sehr stressig, aber dadurch, dass das Nahverkehrsnetzt ziemlich gut durchdacht ist, ist die Rush Hour in Südkorea nicht halb so schmerzhaft wie in anderen Ländern Asiens. So gibt es z.B. Apps, die einem genau sagen, welche Eingänge des Zuges nutzen muss, um möglichst wenig Zeit mit Umsteigen zu verbringen. Man muss zwar stehen und fühlt sich auch hier manchmal wie in einer Konservendose, aber im Vergleich ist die Rush Hour hier recht angenehm. Und mal abgesehen von einigen älteren Herren und Damen, stellen sich die Koreaner meist ganz ordentlich an und drängeln nicht vor. Die U-Bahn ist auch die effizienteste Methode, sich in Südkorea zur Rush Hour fortzubewegen. Privatautos und Busse verbringen gerne mal das ein oder andere Stündchen im Stau – insbesondere am Freitagabend… Zu Feiertagen herrscht jedoch auch in Südkorea überall Verkehrschaos.

Rush Hour in Nordkorea

Man kann es sich denken, dass die Rush Hour in Nordkorea wirklich sehr entspannt abläuft. Kein Wunder: Es fehlen einfach die Fahrzeuge dafür…


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