Venus Capriccio

Venus Capriccio

Bereits als Kinder lernen sich Takami und Akira in der Klavierschule kennen. Während Akira ein wahres künstlerisches Genie und gute Sitten an den Tag legt, macht sich Takami als chaotische Rebellin einen Ruf. Beide sind eng befreutet und gehen fast schon geschwisterlich miteinander um. Doch dann kommt es zu einem unerwarteten Kuss und insbesondere Takami hadert mir ihren Gefühlen. Sind die Unterschiede zwischen beiden einfach zu groß? Das finden zumindest Bekannte der beiden, die jedoch eher eigennützige Motive haben…

Es gibt dieses Klischee, dass alles, was irgendwie klassisch und fremdsprachig klingt auch langweilig sein muss – „Venus Capriccio“ ist der beste Beweis dafür, das dieses Klischee durchaus zutreffen kann. Selten ist eine Liebesgeschichte so langatmig, wirkt so künstlich und kalt, wie in diesem Manga. Pubertierende Girlies kann man mit der reinen Aussicht auf eine große Liebe vielleicht noch hinter dem Ofen hervorlocken, aber sobald der Leser bzw. die Leserin etwas Substantielles erwartet, ist „Venus Capriccio“ ein bedauernswerter Fehlkauf. Es fehlen Emotionen, Spannung, eine halbwegs rasante Entwicklung und eine klare, sympatische Positionierung der Figuren. Auch optisch kann der Manga nicht punkten. Der Zeichenstil von Mai Nishikata ist flüchtig, wenig ausgefeilt und ohne nennenswerte Highlights. Es fehlen ausdrucksstarke Szenen und ein eigener Stil – und wenn einer der Hauptfiguren auf einem Close-up auch noch aussieht, als würde er schielen, muss man auf Wolke 7 schwelgen, um solche Fehler nicht zu bemerken. Für junge Mädels okay, für Erwachsene fast schon ein No-Go. Bis Band 3 gelesen und dann glücklich abgebrochen.

Geeignet für: junge Mädels, die von der ersten Liebe träumen
Fazit: Genauso fad wie das Cover

[xrr rating=1.0/5.0]

Infos:
Mai Nishikata
TB
Egmont
978 3 7704 7381 6
978 3 7704 7382 3
978 3 7704 7396 0
2010-2011

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