Anime-Serie: Soul Eater

Soul Eater (Anime TV-Serie)

Death City: Maka und ihr Waffendämon Soul sind auf der Jagd nach Seelen, die das Gleichgewicht der Welt ins Chaos stürzen könnten. Doch als angehender Waffenmeister muss Maka noch einiges lernen. Auch ihre Freunde von der Schule für Shinigami-Waffenmeister haben so ihre Mühen mit Hexen und Dämonen.

REVIEW zu „Soul Eater“ (Anime TV-Serie)

In der Welt von „Soul Eater“ gibt es Shinigami (Todesgötter), Hexen und Dämonen. Die Schüler der Shibusen wollen allesamt Waffenmeister werden und sind in Teams aufgeteilt, um zu lernen, wie man unreine Seelen und die Seelen von Hexen einfängt. Nur so können sie die Welt beschützen und zu Waffenmeistern werden.

Dabei setzt der Anime „Soul Eater“ auf Teams mit sehr unterschiedlichen Charakteren. Maka ist eine ehrgeizige Überperformerin, die mit Soul einen ultracoolen lockeren Waffendämon an die Hand bekommt. Dass der auch einen weichen Kern hat, erfährt man jedoch recht schnell. Dann gibt es da Ninja Black Star, der stets eine große Show abzieht und damit gerne einmal alles ruiniert. Er hat die schüchterne Tsubaki zur Seite gestellt bekommen, die sich in verschiedene Waffen verwandeln kann. Und dann gibt es da natürlich noch den Sohn vom Todesgott: Death the Kid, der auf absolute Symmetrie besteht und gemeinsam mit den – höchst unsymmetrischen – Cowgirls Patti & Liz kämpft. Hinzu kommen Lehrer wie Franken Stein und Hexen wie Arachne oder Medusa. Eine bunte und äußerst überzeugende Mischung aus humorvollen Charakteren, die Stück für Stück weiterentwickelt werden.

Wer etwas älter ist, wird auch die versteckten Anspielungen auf Popkultur im Anime „Soul Eater“ problemlos verstehen. So gibt es u.a. Referenzen auf The Police & Sting (Angriff „Police Stinger“) oder das „Blair Witch Project“ (Hexe Blair). Auch visuell kann man einiges finden, wenn man aufmerksam bleibt. Das verleiht der Animeserie ein Sahnetüpfelchen, das auch noch durch einen grandiosen Soundtrack und eine coole Grafik ergänzt wird.

Was der Serie jedoch in manchen Momenten fehlt, ist der Sinn für den Augenblick. So gibt es Szenen, in denen eben nicht alles so heiter aussieht und das geht ein bisschen unter, wenn sich alle wieder zu schnell in Pose schmeißen. Vieles, was man zu einem echten Konflikt ausbauen könnte, wird einfach nur ins Lächerliche gezogen (Vater-Tochter-Beziehung). Schade. Denn hier steckt echtes Potential. Dennoch ein sehr sehenswerter Anime.

Soul Eater (Anime TV-Serie)

Takuya Igarashi
Studio Bones
Madman / Funimation
TVX / TV Tokyo
2008/2009
51 Episoden

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