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Haou Airen (Manga)

Haou Airen (Manga)

Kurumi ist eine fleißige Schülerin, arbeitet viel und kümmert sich um ihre kranke Mutter und ihre beiden kleinen Zwillingsbrüder. Auf dem Heimweg von ihrem Job wird sie von einem Fremden angerempelt, der sich anscheinend auf der Flucht befindet. Damit sie nicht schreit versiegelt er ihre Lippen mit einem Kuss und Kurumi fängt an den mysteriösen jungen Mann zu mögen. Sie nimmt ihn mit nach Hause und versorgt seine Wunden. Am nächsten Tag ist der Fremde verschwunden und Kurumi sehnt sich nach ihm. Ihr Wunsch ihn wieder zu sehen wird prompt erfüllt, aber anders als die Schülerin es sich vorgestellt hatte: Sie wird entführt und sitzt plötzlich in einem HakuronPrivatjet auf dem Weg nach Hongkong -Kurumi hat sich ausgerechnet in einen der mächtigsten Männer der Hongkonger Unterwelt verliebt…

Kritik zum Manga „Haou Airen“

Ein niedliches, naives Mädchen (ähnelt ein wenig Miyaka aus „Fushigi Yuugi“) und ein Triadenboss mit eiskaltem Killerblick — eine schöne Inszenierung einer durchschnittlich guten Geschichte. Die erste Liebe Kurumis, Hakuron, entpuppt sich als Verbrecher, der sich skrupellos das nimmt, was er haben will. Doch Kurumi schwankt in „Haou Airen“ immer wieder zwischen ihrer Liebe und ihrer Familie. Schließlich überzeugt Hakuron das junge Mädchen zu bleiben — und sie ist bereit sich ihm ganz hinzugeben.

Ein sehr beliebtes Thema in Mangas: Wann gibt er/sie sich ihm/ihr hin (z.B. auch in „Fake“). Und so wandeln die beiden Hauptcharaktere in „Haou Airen“ zwischen Verführung und Gewalt und ziehen den Leser dennoch fasziniert in ihre Welt. Kein Wunder, schließlich spielt die Geschichte in Hongkong und der Manga ist gespickt mit keinen Infos zu dieser grandiosen Weltmetropole — da kann man richtig schön in Erinnerungen schwelgen. *grins)

Der Manga „Haou Airen“ eignet sich besonders gut zum Schnellkonsum, da auf ausufernde Hintergrundgeschichten verzichtet wurde. Das Layout bietet reichlich Abwechslung und die Geschichte ist spannend erzählt. Dennoch verfällt Shinjo Mayu immer wieder in die gleichen Floskeln, mit denen Kurumi ihre Gefühle zu Hakuron auswälzt. Hintergründe gibt es oft gar nicht. Wiederholungen sollte man nicht scheuen, wenn man den Manga „Haou Airen“ liest. Stellenweise deutet der Manga brutale Szenen an und auch in puncto Erotik ist die Geschichte nicht allzu schüchtern. Wer verkraften kann, dass es hier um harte Machos und ein naives, junges Mädchen geht, die eigentlich nur das eine wollen, der wird mit „Haou Airen“ gut bedient. Eine ausgefeilte romantische Geschichte findet man hier jedoch nicht. Dafür Action und Lokalkolorit. Nicht die beste Manga-Story, aber für einen kleine Kick zwischendurch vielleicht für die entsprechende Stimmung durchaus passend.

Infos zum Manga
Haou Airen
Shinjo Mayu
Egmont, 2006
3 7704 6532 6 | 3 7704 6562 8 | 3 7704 6567 9
ab ca. 16 Jahre

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@dragonviews

Redakteurin mit dem gewöhnlichsten Namen der Welt, daher auch viel mit Autorennamen unterwegs. Bloggerin, Asiennerd, Web-Samurai & Wort-Schubserin.

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